Tanztheater Laborinth zeigt Stück über Menschenrechte am Werratalsee in Schwebda

Tanztheater Laborinth zeigt  Tanz der Emotionen am Werratalsee

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Zeigten das ganze Spektrum der Emotionen von Menschen auf der Flucht: Die Tänzer des Tanztheaters Laborinth aus Wichmannshausen am Ostufer des Werratalsees in Schwebda. 

Schwebda. Menschenrechte und die Flüchtlingsproblematik – diese sensiblen Themen hat das Tanztheater Laborinth in einem wunderbaren Stück zusammengebracht: Am Samstagmittag führten die acht Tänzer im Alter von 15 bis 20 Jahren aus Wichmannshausen ihr Stück mit dem Titel „Wohin geht der Mensch“ auf. Als Kulisse diente der Gruppe das Ostufer des Werratalsees in Schwebda.

„Bei der Zusammenstellung der Performance war mir wichtig, dass auch die Tänzer Ideen zur Gestaltung des Stückes einbringen können“, sagt Christina Aehli von Laborinth. Vor allem der junge Syrer Tarek Jabbas konnte seine Erfahrungen, die er auf der Flucht aus seinem Heimatland gesammelt hat, in das Stück einbringen.

So brachten die Tänzer mit langsamen und schneller werdenden Bewegungen ein Hoch und Tief an Gefühlen und Emotionen auf die Bühne. Ausgrenzung, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit wurden auf verschiedene Art und Weise ausgedrückt. Dennoch lässt die abstrakte Darstellungsweise viel Raum für Interpretationen seitens der Zuschauer. So kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen, während er dem Stück folgt.

Doch die Aussage des Tanztheaters wird durch Ausrufe der Tänzer am Ende des Stücks besonders deutlich: „Jeder hat ein Recht auf Leben und ein Recht auf Sicherheit,“ ruft eine Tänzerin in das Publikum. Mit viel Applaus werden die jungen Darsteller schließlich von den Zuschauern für ihre Leistung geehrt: „Ich bin so stolz auf die Tänzer,“ sagt die zufrieden Leiterin am Ende der Aufführung.

Auch das Publikum ist hellauf begeistert von der Aufführung: „Das ist mal eine ganz andere Art und Weise mit diesem sensiblen Thema in der Öffentlichkeit umzugehen,“ sagt eine Zuschauerin nach der Inszenierung. Schließlich sind sich alle Zuschauer einig: Das darf auf keinen Fall die letzte Aufführung dieses wunderbaren Tanztheaters gewesen sein.

Von Alina Schäfer

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