Jörg Freutel betreibt seit fünf Jahren eine Internetseite für seinen Heimatort

„Zeige, wie schön Schwebda ist“

Mit Liebe zum Detail kümmert er sich um die Schwebda-Seite: Der 42-jährige Jörg Freutel betreibt seit fünf Jahren einen Internetauftritt als Liebeserklärung an seinen Heimatort. Foto: Rissmann

Schwebda. Manchmal ist man Blind für die Schönheit um einen herum. Das dachte sich auch Jörg Freutel als vor rund fünf Jahren ein Mitarbeiter seines Telefonanbieters bei ihm in Schwebda war, um sein Internet einzurichten.

„Der hat so geschwärmt von der schönen Gegend hier“, erinnert sich Freutel. Daraufhin hat er noch einmal genau hingeschaut und es kam die Idee die schöne Landschaft rund um den Meinharder Ortsteil im Internet zu präsentieren. „Ich bin ein echter Schweb"sche und zeige nun wie schön mein Ort ist“, sagt Freutel

Los ging es mit ganz einfacher Technik, doch in den Jahren hat sich ein schöner Internetauftritt entwickelt, der vor allem durch seine vielen Bilder besticht. Neben vielen aktuellen Landschaftsaufnahmen, Bildern von Festen und dem Leben in Schwebda gibt es auch etliche alte Bilder. „Die meisten davon hat mein Vater aufgenommen“, sagt Freutel. Eine Woche lang hat er nur alte Dias eingescannt. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Etwa 1300 Besuche verzeichnet er jeden Monat auf seiner Seite. Und Lob bekommt er auch aus dem Ausland, von Weggezogenen die sich im Gästebuch eintragen. Darunter auch Mick und Ingrid McNeer, die sich vor allem über ein Bild von der 1200-Jahrfeier freuten, auf dem ihr Sohn zu sehen ist. „Den Link haben wir ihm nach Seattle gemailt“, haben sie im Gästebuch geschrieben. Und Liane Herwig schreibt: „Mir geht das Herz auf, wenn ich Bilder von meinem schönen Dorf sehe.“

Rund fünf Stunden in der Woche investiert der 42-Jährige in die Homepage, auf der er auch auch über die Gaststätten und Sehenswürdigkeiten informiert. Seit einiger Zeit bietet er auch einen Link zur Bestellung des Sperrmülls an. Logisch, denn der kaufmännische Angestellte arbeitet beim Entsorger Fehr und die Nachbarn haben ihn sowieso als Postboten in Anspruch genommen. „Es lagen öfter morgens mehrere Sperrmüllkarten im Postkasten“, sagt er. Klar, dass er die mitgenommen hat, aber nun gehe alles viel leichter und schneller im Internet.

Aber nicht nur auf seiner Homepage ist Freutel für Schwebda aktiv: Er ist zudem Ortsbeirat und Mitglied im Museumsverein. Während der 1250-Jahrfeier hat er Schwebda mit der Videokamera ins rechte Licht gerückt. Daraus ist nun ein Film entstanden, den man für zehn Euro im Museumsverein Schwebda kaufen kann. Freuen würde sich Freutel, wenn noch mehr Leute ihm Bilder oder Texte zur Verfügung stellen würden, damit das Angebot auf der Seite noch größer und bunter wird.

Von Diana Rissmann

www.schwebda.de

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