Kommunen gehen interkommunale Zusammenarbeit ein und wollen 200 000 Euro sparen

Zwölf nutzen gleiche EDV

Viele Kabel, große Wirkung: Meinhards Bürgermeister Hans Giller zeigt Regierungspräsident Lübcke den Server, den zwölf Kommunen nutzen. Foto: Stück

Grebendorf. In der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) sind zwölf von 16 Kommunen im Werra-Meißner-Kreis jetzt eine interkommunale Zusammenarbeit eingegangen. Dadurch soll sich ein Einsparpotential in Höhe von 200 000 Euro ergeben. Aus dem Landesausgleichsstock wurde die Initiative der Städte und Gemeinden mit 100 000 Euro gefördert. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke kam am Dienstag nach Grebendorf, um das Geld zu übergeben.

Angefangen hatte alles mit Bad Sooden-Allendorf, Neu-Eichenberg und Witzenhausen. Die drei Kommunen haben sich als erste die EDV geteilt. Jetzt sind Meinhard, Herleshausen, Sontra, Wanfried, Waldkappel, Wehretal, Ringgau, Berkatal und Weißenborn ebenfalls beigetreten. Die Systemadministratoren von Witzenhausen haben die neue Anlage eingerichtet und zum Laufen gebracht. Und das, obwohl der Hauptserver erst nachträglich geliefert wurde. Der Server ist in der Gemeindeverwaltung von Grebendorf stationiert. Das hat seinen guten Grund. An diesem Standort besteht die schnellste Internetverbindung aller zwölf Mitgliedskommunen.

Das Einsparpotenzial ist gewaltig. Die einzelnen Kommunen brauchen keinen eigenen Server mehr (9000 Euro). Außerdem entfällt ein sogenannter Exchange-Server (15 000 Euro). Die Städte und Gemeinden sparen für Energie (6000 Euro) und Lizenzgebühren (10 000 Euro). Außerdem werden Außenstellen wie Kindergärten und Bauhöfe eingebunden (10 000 Euro). Das sind 50 000 Euro weniger, die die Kommunen jedes Jahr zahlen müssen. In vier Jahren summieren sich die Einsparungen auf 200 000 Euro.

Die Umstellung sei jetzt gerade passend, sagt Meinhards Bürgermeister Hans Giller, weil auf die Kommunen neue Herausforderungen zukommen. Unter anderem wird das Betriebssystem von Windows XP auf Windows 7 umgestellt. Eine gut funktionierende EDV in den Verwaltungen erhöhe die Bürgerfreundlichkeit, sagt Regierungspräsident Lübcke.

Von Tobias Stück

Kommentare