Abfallzweckverband tauscht Altpapiertonnen aus

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Viel leichter und schöner: die neue Altpapiertonne. Der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands Abfallwirtschaft Werra-Meißner-Kreis Jürgen Herwig (links) und Geschäftsführer Matthias Wenderoth testen das Modell, das ab Montag verteilt wird.

Weidenhausen. Die Schürze kommt weg, das Design wird schlanker: Ein großer Teil der Einwohner des Werra-Meißner-Kreises erhält noch in diesem Jahr eine neue Altpapiertonne.

Wie auch bei der Rest- und Biomülltonne ist der Korpus schwarz, lediglich der Deckel bleibt noch blau.

Die Tonne wird in den 13 Städten und Kommunen getauscht, die zum Zweckverband Abfallwirtschaft Werra-Meißner-Kreis gehören. Gründe hierfür gibt es mehrere: Wurden die blauen Tonnen bislang von einem Entsorgungsträger angemietet, darf der Zweckverband die neuen Tonnen ihr Eigentum nennen. „Der Mietvertrag lief aus, da haben wir uns statt für eine Verlängerung für einen Kauf entschieden“, sagt der Verbandsvorsitzende Jürgen Herwig. Zwar habe der Verband dafür 700.000 Euro in die Hand genommen, langfristig sei das aber wesentlich günstiger als die jährliche Miete von gut 106.000 Euro. Insgesamt werden 21.500 Tonnen und weitere 410 Container ausgetauscht.

Zum anderen können jetzt alle Tonnen - Altpapier, Rest- sowie Biomüll - mit einem Fahrzeugmodell geleert werden. „Die Altpapiertonne wurde bislang vorne an der Schürze nach oben gehoben und in den Lader gekippt“, erklärt Geschäftsführer Matthias Wenderoth, „jetzt passiert das wie auch an den anderen Tonnen hinten.“ Zudem kann die neue Tonne jetzt jedem Haushalt, dem sie gehört, zugewiesen werden: Im Boden befindet sich ein Chip, der auch dafür verantwortlich ist, dass die Leerungen gezählt werden. „Das dient der Statistik, außerdem haben wir so einen Überblick, ob die Anzahl der Tonnen bei beispielsweise Mehrfamilienhäusern reicht oder gar eine abgezogen werden kann.“

Gebühren fällt für das Abholen von Altpapier, das ab Januar im vierwöchigen und nicht mehr im monatlichen Rhythmus passiert, nicht an, auch wenn dieser Punkt künftig auf dem Gebührenbescheid auftauchen wird. „Dahinter müsste dann aber eine 0 stehen“, sagt Wenderoth und lacht.

Die neuen Tonnen werden im gesamten November bereitgestellt, los geht es damit am Montag im Großalmeröder Ortsteil Laudenbach. Die alten Tonnen werden dann im Laufe des Dezembers von dem Entsorgungsträger abgeholt. „Damit haben wir nichts zu tun“, betont Herwig. Er weist zudem daraufhin, dass die alten Tonnen ab Januar nicht mehr genutzt werden können: „Das Papier daraus wird dann definitiv nicht mehr abgeholt.“ Bis zum Ende dieses Jahres sei das aber noch möglich, solange beide Tonnen auf dem Hof stehen.

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