Abterode: Lädchen für alles feiert fünfjähriges Bestehen

Feierten das fünfjährige Bestehen: die Schüler der Frau-Holle-Schule, Mitarbeiter, Bürgermeister Friedhelm Junghans und die Kunden. Foto:  Weber

Abterode. Zufriedener als Friedhelm Junghans kann man im Grunde gar nicht sein. „Mit diesem Ladenkonzept haben wir das Glückslos gezogen", sagt der Bürgermeister von Meißner. „Es war die beste Entscheidung, die wir in den vergangenen Jahren getroffen haben. Und das Konzept konnte auch nur mit Aufwind funktionieren."

Seit fünf Jahren gibt es das Lädchen für alles in Abterode in der alten Synagoge inzwischen. Stellenwert-Geschäftsführer Matthäus Mihm und Friedhelm Junghans zogen deshalb jetzt eine Bilanz. Und diese fällt sehr gut aus: In Kooperation mit Tegut hatte Aufwinds Tochterfirma Stellenwert einen Dorfladen eröffnet, der die Lücke der örtlichen Nahversorgung ausfüllen sollte. Und das ist gelungen. Der Laden ist in fünf Jahren tatsächlich zum Mittelpunkt der dörflichen Infrastruktur geworden.

Zudem wurden 50 Prozent integrierte Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen. „Abterode ist auch der Standort, in dem wir bisher die meisten Ausbildungsplätze schaffen konnten“, sagt Mihm. „Wir werden sicher auch in den nächsten fünf Jahren noch hier sein. Einzige Herausforderung ist die räumliche Enge, aber die haben unsere Mitarbeiter gut im Griff.“

Das Lädchen in Abterode war vor fünf Jahren der zweite Dorfladen, den Aufwind in Zusammenarbeit mit Tegut eröffnet hat. Das Konzept hatte Knut John, Tegut-Geschäftsleiter Vertrieb, damals sofort überzeugt. „Wir leben ja immer noch in einer sozialen Marktwirschaft, auch wenn viele das heute vergessen haben“, sagt er. „Als Unternehmen müssen wir Antworten auf die demografische Frage geben, deshalb ist das Lädchen ein wunderbares soziales Projekt, denn es funktioniert.“

Mit Waffeln und Bratwürstchen feierten die Mitarbeiter einen Tag lang mit den Kunden, um diesen Danke zu sagen. An einer Tombola konnten alle Kunden teilnehmen, die in den vergangenen Wochen für über 20 Euro eingekauft hatten. Einen musikalischen Geburtstagsgruß gaben die Schüler der Frau-Holle-Schule. Sie sangen „I have a Dream“ von Abba sowie „Ich wär so gerne Millionär“ von den Prinzen. (kw)

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