Alter Friedhof in Weidenhausen aufgewertet

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Blick vom einzigen verbliebenen Grab auf den neu gestalteten alten Friedhof: Das Areal wurde geebnet, der Weg angelegt. Gepflanzt werden sollen jetzt noch Büsche.

Weidenhausen. Das Areal des alten Friedhofs in Weidenhausen wurde geebnet, der Weg angelegt. Gepflanzt werden sollen jetzt noch Büsche.

Ein einziges Grab zeugt noch davon, dass auf der Grünfläche am Ossberg einst ein Friedhof war. Alle anderen Gräber sind längst abgetragen worden, vor zehn Jahren verlor die Grabesstätte für die Weidenhäuser Bürger dann auch ihren Namen. Geblieben ist eine ungenutzte Fläche voller Mulden - bis jetzt. Denn dank des Programms der Dorferneuerung konnte der Platz jetzt aufgehübscht werden, weitere Arbeiten stehen noch aus.

Angelegt worden ist ein Weg, der die Fläche fast diagonal teilt und den Bewohnern aus dem Unterdorf ermöglicht, schneller zum neuen Friedhof zu kommen, der schräg gegenüber vom alten liegt. Zudem wurde das gesamte Areal geebnet.

Geplant war eigentlich, noch viel mehr aus dem Platz zu machen: Eine Begegnungsstätte für gut 70 000 Euro sollte entstehen, unter anderem war eine Sandsteinmauer an der Seite der Schulzengasse geplant. „Wir haben dann aber die Dacherneuerung des Heimatvereins mit in das Dorferneuerungsprogramm mit aufgenommen und haben bei dem Projekt alter Friedhof deshalb gespart“, erklärt Weidenhausens Ortsvorsteher Uwe Sommermann. Geblieben ist so noch ein Volumen von 30 000 Euro.

Mit der Nivellierung und dem Weg ist es aber noch nicht getan: Auch Büsche sollen den Platz zieren, damit der einen parkähnlichen Charakter bekommt. „Die müssen aber noch eingepflanzt werden, was bei einer ehrenamtlichen Aktion am 15. Oktober passieren soll.“ Ebenfalls vom Ortsvorsteher gewünscht: eine Sitzgruppe. „Da spekuliere ich einfach mal auf die Hilfsbereitschaft des Heimatvereins“, sagt der Ortsvorsteher mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Ist alles fertig, erinnert nur noch das einzelne, von der Denkmalschutzbehörde als erhaltenswert eingestufte Grab daran, dass der Platz einst ein Friedhof war.

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