Veterinär-Pathologie bestätigt 

Bergwildpark: Ein Luchs ist einer der Täter

Germerode. Zumindest bei dem zuletzt gerissenen Damwild im Bergwildpark Ende November hat die Gemeinde Meißner jetzt Gewissheit, wer das Tier getötet hat: Ein Gutachten der Veterinär-Pathologie der Universität Gießen hat ergeben, dass es ein Luchs gewesen ist.

Das hat Bürgermeister Friedhelm Junghans jetzt unserer Zeitung bestätigt. „Bei den anderen Vorfällen konnten aber leider keine eindeutigen DNS-Spuren sichergestellt werden“, bedauert er. Auch die nach den Rissen aufgestellten Fotofallen haben keinerlei Erkenntnisse auf das Tätertier bringen können. Seine und die Hoffnungen des Fördervereins des Bergwildparks ruhen jetzt auch auf der Oberen Naturschutzbehörde in Kassel: Die wurde mit der Bitte kontaktiert, bei der Bewältigung der Tötungsserie zu helfen, insbesondere in fachlicher und finanzieller Sicht. „Seitens des Landes gibt es zwar keine Verpflichtung auf eine Entschädigung, eine finanzielle Unterstützung für die Sicherung der Herde ist aber nicht ausgeschlossen“, sagt Junghans. Zudem wisse er von einem Fall aus dem Kreis Kassel, dass Entschädigungen bei dem Riss von fünf Wildschafen durch einen Luchs erfolgt sind.

Damit der Luchs keine weiteren Tiere mehr im Wildpark reißt, müsste zum Beispiel der Zaun geändert werden: Ab einer Höhe von vier Metern und einer nach außen hin geneigten Abschrägung gilt ein Gehege als sicher. „Der jetzige ist nur gut halb so hoch“, vergleicht Harald Zindel vom Förderverein und macht deutlich, dass das Geld für eine Erneuerung nicht aufbringen kann. „Der Tierbestand muss aber gesichert werden.“

Von Constanze Wüstefeld

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