Ausgleichspflanzungen

Bürgerversammlung am Mittwoch wegen der Mülldeponie in Weidenhausen

Thema am Mittwochabend: Bei einer Bürgerversammlung sollen die Varianten der Ausgleichsmöglichkeiten für die Kreismülldeponie bei Weidenhausen vorgestellt werden. Foto:  Forbert / Archiv

Weidenhausen. Schon seit Monaten ist die Kreismülldeponie bei Weidenhausen Gegenstand von Diskussionen. Der Grund: Weil dort jahrelang Müll abgelagert worden ist und dadurch ein Eingriff in die Natur erfolgte, muss ein Ausgleich erfolgen.

Das Problem 

Der sollte eigentlich zu 100 Prozent auf der Kreismülldeponie, auf der seit Jahren schon kein Müll mehr abgelegt, sondern nur noch zwischengelagert wird, stattfinden. Doch der Wald, der 2007 beschlossen wurde, bleibt ein Traum: Weil es für diesen nicht genug Erde gibt - aufgeschüttet werden hätten mehr als vier Meter Höhe - kann der nicht mehr gepflanzt werden. Die Erde, die vom Autobahnbau kommen soll, reiche qualitativ und auch mengenmäßig jetzt noch für gut 1,5 Meter. Kommen soll jetzt Magerrasen, der von Schaden beweidet werden kann. Durch diese Lösung gehen der Gemeinde Meißner, die sich vor Jahren mit dem Bau der Kreismülldeponie einverstanden erklärt hat, aber 1,2 Millionen Ökopunkte verloren - die knapp 400 000 Euro entsprechen.

Die Alternativen

Diese sogenannte Biotopwertdifferenz ist nun vom Eigentümer der Mülldeponie, dem Werra-Meißner-Kreis, auszugleichen. Möglich ist das im gesamten Bezirk des Regierungspräsidiums Kassel, das solche Rekultivierungsformen genehmigen muss. So habe es immer wieder Vermutungen gegeben, dass ein Großteil der noch vorhandenen 400 000 Euro in die Renaturierung eines Kiesabbau-Gebietes bei Niederhone fließen soll. Der erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann hatte dieses Gerücht Mitte November allerdings als falsch bezeichnet, vielmehr würden mehrere Optionen geprüft.

Die Bürgerversammlung 

Dieser Vorgang soll jetzt abgeschlossen sein, die verschiedenen Möglichkeiten sollen am morgigen Mittwochabend im Mehrgenerationenhaus in Weidenhausen vorgestellt werden. Die wurden bereits auf ihre technische und genehmigungsrechtliche Umsetzung geprüft.

Die Gemeinde Meißner hofft, dass diese in unmittelbarer Nähe zur Mülldeponie stattfinden. Sie argumentiert damit, dass sie dem Standort bei Weidenhausen schließlich einst zugestimmt hatte und sie deshalb auch ein Anrecht auf dem Ausgleich hätte. Zudem sollen die Bürger aus Weidenhausen und Wellingerode, die in unmittelbarer Nähe zur Kreismülldeponie wohnen und dieses klaglos hingenommen hätten, ebenfalls einen Ausgleich erfahren. sollen.

• Beginn der Bürgerversammlung ist am morgigen Mittwoch, 11. Mai, um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus Weidenhausen, Chattenlohstraße 6.

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