Eberhard Laukner bekommt anonym 520 Euro für Mauretanien-Reise

Freut sich über 520 Euro: Der ehemalige Frankershäuser Pfarrer Eberhard Laukner investiert das Geld in seine Mauretanien-Reise. Foto:  Wüstefeld

Frankershausen. 520 Euro hat der ehemalige Pfarrer Eberhard Laukner aus Frankershausen für seine Reise nach Mauretanien bekommen - anonym. Dafür bedankt sich der 65-Jährige - und rätselt dennoch, wer ihm das Geld gegeben haben könnte.

Völlig baff war Eberhard Laukner, als er kürzlich die Post aus seinem Briefkasten holte. Zwischen der Zeitung lugte ein Umschlag hervor, der einen ungewöhnlichen Inhalt enthielt: 520 Euro samt einer Erklärung, dass es sich um eine Spende für die Mauretanien-Reise handelt, zu der der ehemalige Pfarrer aus Frankershausen Ende Dezember aufbricht (wir berichteten). „Die Spende ist anonym, deshalb möchte ich mich jetzt auf diesem Weg dafür bedanken“, sagt der 65-Jährige.

Neugierig sei er natürlich schon, von wem das Geld stamme: „Auf dem Zettel steht schon einmal, dass ‘wir’ eine gute Reise wünschen“, begibt er sich auf Spurensuche, „möglicherweise handelt es sich also um eine Gruppe, die übrigens von einer kleinen Spende gesprochen hat.“ Geschrieben habe den kleinen Zettel definitiv eine Frau, zudem sei das ‘L’ mit einem Schlenker markant geschrieben. „Irgendwo habe ich das auch schon einmal gesehen, ich weiß nur nicht mehr wo“, sinniert der Pfarrer.

Zusammen mit seinem Sohn macht er sich zum zweiten Mal auf die Reise nach Afrika. In einem alten VW-Bus fährt er durch Deutschland, Frankreich und Spanien, bevor es von dort aus mit der Fähre nach Marokko und damit nach Afrika geht. Organisiert wird die Reise von dem Verein Aepn Mauretanienhilfe, die zweimal jährlich zu einem Konvoi aufruft: Die Reisenden sollen sich in alten Wagen auf dem Weg in das afrikanische Land machen, damit diese dort verkauft werden können. Der Erlös wird dann an zwei Kinderhäuser gespendet, die sich zum Ziel gesetzt haben, dem Nachwuchs des Landes warme Mahlzeiten und vor allem Bildung bieten zu können. „Mit 65 Leuten in 30 Autos ist die Reise im Dezember ausgebucht“, sagt Laukner. Einen alten VW-Bus habe er schon organisiert, ein provisorisches Bett sei auch schon hinein gebaut worden. „Irgendwo müssen mein Sohn und ich während der dreiwöchigen Reise ja übernachten.“ Als nächstes will sich der 65-Jährige dann den Diesel- und den Ölfilter austauschen. „Und ein Unterbodenschutz muss auch noch angebracht werden.“ Weil das alles Geld koste, das der Verein Mauretanienhilfe nicht übernehmen könne, ist er dankbar für Spenden wie die jetzige anonyme - und die vielen anderen, die ihm schon zuteil geworden sind.

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