Pfarrerin erinnert beim Gottesdienst daran, dass Gott auch in dunklen Zeiten da ist

Die Finsternis erhellen

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Jochen Grüning, Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost, Ute Alig-Götting und Heike Kuder (von links) gestalteten den Waldgottesdienst am vierten Advent am Frau-Holle-Teich auf dem Hohen Meißner.

Meißner. Dicken Nebelschwaden, Nieselregen und finsterer Dunkelheit trotzten am Sonntag zahlreiche Menschen am Frau-Holle-Teich. Trotz widriger Wetterbedingungen verfolgten gut 50 Gläubige den Waldgottesdienst am vierten Advent auf dem Hohen Meißner, der von Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost gestaltet wurde.

Als Liturgen unterstützten sie Ute Alig-Götting, Jochen Grüning, Heike Kuder und eine Konfirmandin. „Zur Vorbereitung auf dieses Fest gehört nicht nur, dass der Weihnachtsbaum gekauft und das Essen geplant ist. Wir müssen uns auch innerlich darauf einstellen, mit unseren Gedanken und Empfindungen.“, eröffnete Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost den Gottesdienst. In der Dunkelheit, dem Regen und der Kälte auf dem Meißner, sei die Sehnsucht eines jeden nach Licht, Wärme, Liebe und Frieden ganz deutlich zu spüren. Gottes Liebe zu den Menschen sei nicht nur dort zu spüren, wo alles friedlich und fröhlich zuginge, sondern auch dort, wo man sich völlig fern wähne von Weihnachten. „Darum sind wir hier oben auf dem Meißner, weil man das hier ein bisschen erleben kann: Gott kommt mit seiner Liebe, mit seinem Licht in die Dunkelheit der Welt, er kommt mit seiner Liebe zu den Menschen und hilft uns, unsere verworrenen Beziehungen zu glätten, unseren Ärger über Menschen oder unseren Stolz loszulassen und aufeinander zu zugehen.“, erklärte Repp-Jost.

Dass Gott Licht und Hoffnung zu allen, die in Finsternis und Dunkelheit leben sende, zu den Trauernden, den Armen, den Kranken, den Gefangenen, zu den Menschen in Syrien, in Palästina, in Ägypten und im Kongo, wünschte die Pfarrerin nach den Eröffnungsvoten der Liturgen und der Lesung, die sich in diesem Jahr um das Wirken von Johannes dem Täufer drehte. Mit den Worten „Gott erhellt unsere Finsternis und macht uns zu Lichtträgern und Friedensbringern“, entzündeten die Teilnehmer ihre Kerzen an dem Friedenslicht von Bethlehem. Für feierliche Stimmung sorgte bei Fackelschein der evangelische Posaunenchor Eschwege mit seiner musikalischen Umrahmung.

Von Gudrun Skupio

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