Frankershäuser Pfarrer Eberhard Laukner will mit Auto nach Afrika

Schaut sich die Bilder von der ersten Reise an: Der Frankershäuser Pfarrer Eberhard Laukner, der im Dezember erneut nach Mauretanien reisen möchte, um Kindern zu helfen. Dafür sucht er selbst noch nach Unterstützern. Foto:  Wüstefeld

Frankershausen. Es sind Erinnerungen, die der Frankershäuser Pfarrer Eberhard Laukner nicht mehr vergessen wird: Eine Fahrt in einem Auto, in der er sich eher wie in einer Achterbahn fühlte, weil vom Fahrer auf nichts und niemandem Rücksicht genommen wurde; das Schlachten eines Tieres mitten in der Wüste, damit es etwas zu Essen gibt; die gut 20 Soldaten, die auf einem Konvoi durch die Wüste weder Wasser noch Nahrung mitnahmen; und die Kinder, die sich beim Anblick eines Autos sofort um dieses versammelten.

Erlebt hat Laukner das während seiner Reise nach Mauretanien, die er vor gut eineinhalb Jahren angetreten hat (wir berichteten). Damals hat er mit 55 weiteren Menschen aus der Bundesrepublik Deutschland an der Rallye „dust and diesel“ (siehe Hintergrund) teilgenommen, um Kinder in einem Waisenhaus zu unterstützen - genau das will er im Dezember wieder tun. „Ich würde mich deshalb noch über Hilfe freuen“, sagt der Mittsechziger. Er ist vor allem auf der Suche nach einem Mercedes- oder einem VW-Bus, mit dem er den langen Weg in das nordafrikanische Land antreten will. „Die Fahrt geht über Frankreich, Spanien und Marokko, bevor wir in Mauretanien ankommen.“ Mehrere tausend Kilometer betrage die Strecke, die der Pfarrer für den guten Zweck zurücklegen will: „Vor Ort werden die Fahrzeuge, mit denen wir runter fahren, versteigert. Deshalb sollten die noch einigermaßen fahrtüchtig sein und nach Möglichkeit einen Diesel-Motor haben.“ Ersatzteile seien aber nicht unbedingt nötig, die gebe es auch vor Ort.

Was mit dem Geld aus der Versteigerung gemacht wird, steht von Anfang an fest und ist Laukners Grund, warum er überhaupt an der harten Reise teilnimmt: Das wird an zwei Kinderhäuser gespendet, damit dort Nahrung und Kleidung gekauft werden kann. „Ich benötige aber auch noch Campingkocher oder ein Zelt, weil das unsere Ausrüstung dort unten vor Ort ist - die wird zum Ende der Reise dann auch versteigert.“ Nach Deutschland zurück komme er nur noch mit ein paar Kleidungsstücken - und neu hinzugewonnenen Erinnerungen, die Laukner wie auch schon beim vergangenen Mal aufzeigen, etwas bewegt zu haben in einer Welt, in der soviel Armut herrscht. „Da merkt man erst einmal wieder, wie gut es einem selbst geht“, resümiert Laukner. HINTERGRUND

• Wer den Pfarrer Eberhard Laukner unterstützen möchte, kann sich beim Pfarramt in Frankershausen melden (Oberdorf 10, Telefon 0 56 57/1097). Neben Sachspenden ist Laukner auch mit Geldbeträgen geholfen, damit er sich die nötigen Utensilien und vor allem den Bus selbst anschaffen kann.

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