Gemeinde Meißner gibt 155 000 Euro für baufällige Straße Am Heiligenberg frei

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Straße Am Heiligenberg Germerode

Abterode. Die Mülldeponie in Weidenhausen, der Erdfall in der Straße Am Heiligenberg in Germerode und die Entscheidung darüber, ob die Firma Köhler Kalk aus Vockerode einen Feldweg ausbauen darf: Die Gemeindevertreter aus Meißner hatten am Montagabend über interessante Themen abzustimmen.

Der Erdfall in Germerode 

Seit mehr als zwei Monaten schon kommen einige Anwohner in der Straße Am Heiligenberg in Germerode nicht mehr zu ihren Häusern, weil ein riesiges Loch in der Straße klafft - verursacht durch einen Erdfall (wir berichteten). Die unter dem Schutzschirm stehende Gemeinde Meißner muss handeln, um das seit Jahren immer wieder auftauchende Problem nicht nur provisorisch zu lösen - weshalb die Gemeindevertreter am Montagabend einer außerplanmäßigen Ausgabe von 155 000 Euro zustimmten. Dieses Geld müsse nach einer vorläufigen Untersuchung aufgewandt werden, um das Loch zu verschließen.

Wie das gehen kann, stellte der Diplom-Ingenieur Helmut Rother vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Abterode vor. Er hatte den Erdfall zuvor untersucht, eine Betonplatte soll nun davor schützen, dass sich das Erdreich erneut absenken wird. Die soll mindestens einen Durchmesser von zwölf Metern haben und 0,75 Meter dick sein. Eine Schicht tiefer soll zudem eine Vliesschicht angebracht werden, die mögliches Wasser abhalten und so ein Unterspülen der Betonplatte verhindern soll.

„Dafür müssten wir aber auf die angrenzenden Privatgrundstücke, weil sich das Loch schon bis dahin erstreckt“, erklärte Rother. Die Anwohner zeigten sich skeptisch: Sie befürchten, dass die Betonplatte absacken wird, wie es mit der passiert ist, die 2006 eingebracht worden ist. „Ein Auffüllen mit Beton ist aber nicht möglich, weil das Loch viel zu tief ist“, begründete Rother.

Kreismülldeponie 

Endlich scheint es doch noch ein gutes Ende zu geben für die Bürger Weidenhausens und Wellingerodes: Die mussten jahrelang mit der Kreismülldeponie in der Nachbarschaft leben, nun gab es Zwist zwischen der Kreisverwaltung als Eigentümer der Deponie und Meißners Bürgern, weil nicht der gesamte Ausgleich für den Eingriff in die Natur vor Ort stattfinden sollte (wir berichteten). Jetzt scheint doch noch eine Lösung gefunden worden zu sein, den Ausgleich zu 100 Prozent in der Gemeinde Meißner zu belassen. „Wie genau die aussieht, wird jetzt aber noch den Kreisgremien vorgestellt“, sagt Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans.

Vertrag mit Köhler Kalk 

Die Firma Köhler Kalk aus Vockerode erschließt einen neuen Steinbruch. Der liegt beim Gut Mönchhof, das dann dort abgebaute Dolomitgestein soll zum Steinbruch der Firma bei Vockerode gefahren werden. Um den gut zu erreichen, möchte die Familie Köhler einen gemeindeeigenen Feldweg asphaltieren (wir berichteten) - die Gemeinde muss das genehmigen. „Nach einem Vor-Ort-Termin empfehlen die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses einstimmig, einem Gestattungs- und Wegenutzungsvertrag zuzustimmen“, sagt der Ausschussvorsitzende Hubert Justkowiak. Dem folgten die 21 anwesenden Gemeindevertreter einstimmig.

Der neue Gemeindevorstand 

Vier neue Mitglieder gibt es fortan im sechsköpfigen Gemeindevorstand: Thorsten Derer als neuer erster Beigeordneter, Harald Zindel, Dietmar Just und Dirk Lehmann. Geblieben sind Udo Witzel und Friedrich Becker, ausgeschieden sind Hans-Dieter Müller als bisheriger erster Beigeordneter, Karlheinz Giesen, Heinz Hoffesommer und Gerd Rehbein.

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