K+S unterstützt Betreiber des Besuchermagneten in Abterode bei Rettungskonzept – Jährlich bis zu 6000 Besucher

Grube Gustav wird auf Sicherheit untersucht

Besuchten die Grube Gustav: Bürgermeister Friedhelm Junghans (Zweiter von rechts) und die K+S-Grubenwehrmitglieder Hattorf-Wintershall zusammen mit dem Gemeindebrandinspektor, Bauhof-Mitarbeitern, Sicherheitsfachkraft und einem Besucherführer. Foto:  privat

Abterode. Sie bereitet alles vor, damit ein Einsatz im Notfall reibungslos verlaufen kann: die Grubenwehr vom Standort Hattorf-Wintershall der K+S Kali GmbH. Einmal jährlich sind die Mitarbeiter im Besucherbergwerk Grube Gustav in Abterode unterwegs und kontrollieren, ob die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.

Alle zwei Jahre kommt eine Übung hinzu. Für die ist es im Sommer wieder so weit. Dieter Wendrich, Leiter Grubenrettungswesen und Brandschutz Grube Hattorf-Wintershall, plant mit seinen Kollegen vom Werk Werra in der Grube Gustav eine Übung, bei der eine Notfall-Rettungsaktion simuliert und geprobt werden soll. „So entstehen für die Gemeinde Meißner keine Kosten, da wir eine unserer Pflichtübungen in der Grube Gustav machen“; sagt Wendrich.

Würde in der Grube Gustav, die jährlich von bis zu 6000 Erwachsenen und Kindern angesehen wird, ein Notfall auftreten, wäre zuerst die ortsansässige Feuerwehr im Einsatz. Die würde aber beim untertägigen Einsatz unter Atemschutz durch die Grubenwehr mit ihrer Atemschutztechnik und Bergbauerfahrung unterstützt werden. Für einen solchen Fall der Fälle ist Ortskenntnis für die Unterstützer von großem Vorteil.

„Danke für die Unterstützung, die keine Selbstverständlichkeit ist“, sagt Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans. „Die Grube Gustav wird fast ausschließlich ehrenamtlich betrieben. Nur mit Ihrer Hilfe ist es möglich, das aufrechterhalten zu können.“ Junghans war kürzlich mit Wendrich, dem stellvertretenden Grubenwehroberführer Rüdiger Damm und Grubenwehrgerätewart Patrick Kniest sowie mit dem Besucherführer Peter Löffler, der Sicherheitsfachkraft Diethard Lindner und Gemeindebrandinspektor Manfred Felmeden sowie Mitarbeitern des Bauhofes in der Grube, um sich ein Bild von den Rettungsvorkehrungen zu machen.

Die Grubenwehr

An 30 Samstagen im Jahr trainiert die Grubenwehr Hattorf-Wintershall für körperliche Fitness und die unterschiedlichsten Ernstfälle. Jedes Grubenwehrmitglied muss jährlich fünf Übungstage absolvieren, die gesetzlich vorgegeben sind, um die schweren Einsätze unter Tage mit technischen Einsatzgeräten beherrschen zu können. Insgesamt verfügt die Grubenwehr Hattorf-Wintershall über 70 aktive Mitglieder. (cow)

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