Verleihung durch die Hessische Staatskanzlei 

„Lädchen für alles“ hat Chancen auf den Demografiepreis

Eröffnung Lädchen für alles, Abterode am 13.04.2011

Werra-Meißner. Die Supermarkt-Kette Tegut ist mit seinem „Lädchen für alles" für den Hessischen Demografiepreis nominiert. Die Auszeichnung wird am Mittwoch in Wiesbaden verliehen. Für Tegut hat der Eschweger Knut John das Konzept der Wiederbelebung Nahversorgung auf dem Lande erfunden.

Das Projekt

Mit seinem Projekt unterstütze das Unternehmen Landgemeinden dabei, die Nahversorgung für ihre Einwohner aufrechtzuerhalten und gebe den Dörfern neue Impulse, heißt es in der Begründung für die Nominierung. 19 „Tante Emma-Läden“ sind so in Hessen bereits entstanden. Tegut-Lädchen gibt es vor Ort in Abterode, Eschwege, Frankershausen und Gertenbach. Neben der Grundversorgung werden Menschen mit Handicap Teil der Gesellschaft und des Arbeitslebens und lokale Lebensmittelproduzenten bekommen einen höheren Stellenwert.

„Das Projekt zeigt, dass sich auch wirtschaftlich handelnde Unternehmen der Herausforderung des demografischen Wandels stellen“, sagt der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Landesregierung, Axel Wintermeyer, während seines Besuchs eines der Geschäfte. Dank der „Lädchen für alles“ würden die Menschen ihre Waren für die Grundversorgung vor Ort, gleichzeitig einen neuen sozialen Treffpunkt und eine Kommunikationsmöglichkeit erhalten.

Der Preis

Mit dem Demografie-Preis zeichnet die Landesregierung seit 2010 jährlich Projekte und Initiativen aus, die dem demografischen Wandel mit innovativen und kreativen Ideen entgegenwirken. Zum siebten Mal zeichnet die Hessische Staatskanzlei Projekte und Initiativen aus. 

Wie schon im vergangenen Jahr steht der ländliche Raum im Mittelpunkt. Mit dem Hessischen Demografiepreis sollen Projekte und Initiativen ausgezeichnet werden, die ein Beispiel geben und zur Nachahmung anregen. Die eingereichten Projekte sollen ein nachhaltiges Engagement beinhalten. Aus 91 Bewerbungen hat eine unabhängige Fachjury sechs Projekte aus den Bereichen Jugend, Fachkräfte und Familienfreundlichkeit, Innenentwicklung und Infrastruktur, Grundversorgung und Mobilität, Kultur und Zusammenhalt und Senioren ausgewählt. Der Preis ist mit insgesamt 20 000 Euro dotiert. 

Mehr zum Thema

Kommentare