Mängel beim Asphalt auf Berkabrücke - Bauwerk in Frankershausen wurde erst 2015 erneuert

War im vergangenen Jahr acht Monate gesperrt: die Berkabrücke in Frankershausen. Weil es Beanstandungen beim Asphalt gibt, muss der in diesem Jahr erneuert werden. Foto:  Wüstefeld/Archiv

Frankershausen. Die Berkabrücke in Frankershausen muss für den Verkehr wieder gesperrt werden. Nach Informationen unserer Zeitung ist der Asphalt schuld, der grobkörnig ist.

Aufgetragen worden ist der erst im vergangenen Jahr - da war die Brücke von Hessen Mobil für 300 000 Euro komplett erneuert worden, inbegriffen war auch ein neuer Asphalt. Ab April 2015 war die Brücke deshalb gesperrt, erst ab Dezember konnte sie wieder befahren werden.

„Das ist natürlich schon ärgerlich“, sagt Bürgermeister Friedel Lenze. Er hatte sofort im Dezember, also kurz nach der Freigabe, bei der zuständigen Baufirma eine Beanstandung eingereicht. Er könne sich zwei Gründe vorstellen, warum der Asphalt schon wieder erneuert werden muss: Entweder war das Material nicht in Ordnung oder aber der Zeitpunkt, als das aufgetragen wurde, war ungünstig, weil es möglicherweise noch zu kalt war, sodass sich das Material nicht richtig verbinden konnte. Lenze weist darauf hin, dass von einem Pfusch keine Rede sein kann und dass auch keine Risse zu sehen seien. Nichtsdestotrotz müsse der Mangel aber behoben werden.

Das sieht auch der Bauherr Hessen Mobil so, der das Ergebnis ebenfalls bei der Baufirma beanstandet hat. Wann genau der Mangel aber behoben wird, steht noch nicht fest: „Das wird irgendwann im Laufe dieses Jahres passieren“, heißt es bei Hessen Mobil, „voraussichtlich werden dazu nur Tagesbaustellen eingerichtet unter einer halbseitigen Sperrung.“

Einer, der sich die Ausbesserung von oben ansehen wird, ist ein Turmfalke. Der bewohnt ein Nest nahe der Berkabrücke, in diesem Jahr soll er schon gesichtet worden sein. Entweder der gleiche oder einer seiner Artgenossen hatte im vergangenen Jahr für mächtig Wirbel gesorgt: Weil es durch die Bauarbeiten Erschütterungen an dem Haus hätte geben können, in dem das Nest untergebracht ist und zu dem Zeitpunkt aber gebrütet wurde, standen die Bauarbeiten still. Mit einer Verzögerung von drei Monaten konnte die Baustelle erst fertig gestellt werden.

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