180.000 Euro für Erdfall veranschlagt

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Erdfall in Germerode

Alberode. Die Bürgerversammlung zum erhöhten Lkw-Aufkommen in Germerode durch die Erweiterung der Firma Köhler Kalk, die am Montagabend stattgefunden hat, war auch am Dienstagabend noch einmal Thema. Während der Gemeindevertretersitzung Meißner brachte CDU-Fraktionsvorsitzender Friedrich Arnoldt den vorangegangenen Abend noch einmal zur Sprache.

"Es ist mir nah gegangen, mit welcher Art und Weise dort argumentiert wurde.“ Denn auch, wenn er als Gemeindevertreter hitzige Diskussionen gewöhnt sei – diese waren zum Teil äußerst unsachlich. Er bat den Gemeindevorstand deshalb um einen Argumentationsleitfaden, den jeder aus der Gemeindevertretung bekommen solle, um sich auf Debatten vorbereiten zu können.

Gut vorbereitet hatten sich sowohl der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses Uwe Neugebauer als auch der Gemeindevorstand. Während Letzterer darum bat, neben einem Aufstellungs- auch gleich einen Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss zu fassen, damit eine Fläche im Außenbereich von Weidenhausen schneller der Ortslage hinzugerechnet werden könne, trug Ersterer den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 vor.

Mit einem Minus von 533 600 Euro bezifferte Neugebauer den Ergebnishaushalt, der zuvor so nicht eingeplant gewesen sei und die Schutzschirmkriterien für das Jahr unerfüllt lasse. „Begründet liegt das unter anderem in Mindereinnahmen bei der Einkommenssteuer.“ Die anschließenden Jahre ließen aber ein besseres Ergebnis erwarten – sodass die Gemeindevertreter dem Jahresabschluss einstimmig zustimmten.

Ebenfalls einstimmig wurde auch die erste Nachtragshaushaltssatzung für dieses Jahr an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Die musste aufgrund des Erdloches in der Germeröder Straße Am Heiligenberg (wir berichteten) gefasst werden. Bereits vor Ostern kam es zu einem Erdfall, der seitdem verhindert, dass die Anwohner mit ihren Autos zu den Häusern kommen. Veranschlagt worden sind jetzt 180.000 Euro zur Reparatur – die zwar dafür sorgen, dass die Schutzschirm-Kriterien nicht eingehalten werden können, „das ist aber mit dem Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde aufgrund der Dringlichkeit abgesprochen und genehmigt“, sagt Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans.

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