Idee entstand nach Bürgerversammlung

Meißner: Engagierte Bürger gründen Verein für das Gemeindewohl

+
Hand in Hand: Die engagierten Bürger der Gemeinde Meißner mit den Flüchlingen aus Abterode, aus deren gemeinsamer Arbeit nun ein eigener Verein gegründet wurde.

Abterode. Der Abend begann mit einer gewöhnlichen Bürgerversammlung, die über die Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde informieren sollte. Geendet hat er mit der Gründung eines Vereins, der das Gemeinwohl in den Vordergrund stellt.

Der Beginn 

Bürgermeister Friedhelm Junghans begrüßt die rund vierzig Gäste im Bürgerraum Abterode. In seiner Eröffnungsrede, in der er die derzeitige Flüchtlingslage als „große Herausforderung“ beschreibt, stellt er zugleich fest, dass bereits „viele Dinge angeschoben worden sind“. Mit dem Ausklingen der Begrüßungsrede ergreift die in der Flüchtlingsarbeit sehr engagierte Tierärztin, Dr. Michaela Seifert, das Wort.

Der Bericht 

Anhand eindrucksvoller Bilder stellt Seifert die bisherigen Tätigkeiten vor. Mit vor Glück funkelnden Augen beschreibt sie das gemeinsame Apfelsaftpressen in Weidenhausen, den Besuch eines Mittelalterfestes auf der Tannenburg und das gemeinsame Essen in der Unterkunft. Die zwanzig Flüchtlinge, die derzeit in der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht sind, beschreibt sie als „unglaublich gastfreundlich“.

Für besondere Beachtung unter den aufmerksamen Zuhörern sorgt ihr Bericht über die Kraftanstrengungen, die von Flüchtlingen und Einwohnern gemeinsam Hand in Hand geleistet wurden. „Alle haben geschuftet und mit angepackt“, schwärmt Seifert von ihren Erlebnissen bei den Arbeitseinsätzen am Biotop zwischen Germerode und Abterode und dem Freischneiden eines Weges bei Germerode.

Der Entschluss 

„Wenn man sieht, was hier passiert, dann ist das einfach unbegreiflich, einfach toll“, honoriert Harald Koch, Steuerberater aus Abterode, unter zustimmenden Blicken die Ausführungen Seiferts. Aus diesen bisherigen Erfahrungen erschließt sich ein gemeinsamer Wille, der die Anwesenden an diesem Abend eint.

Schnell wird die Bürgerversammlung beendet und eine Gründungsversammlung gestartet. Unter der Leitung des sichtlich gerührten Bürgermeisters Friedhelm Junghans werden eine bereits entworfene Satzung durchgesprochen und kleine Änderungen vorgenommen, wonach die fertige Satzung vorliegt. In Windeseile wird diese von 21 Gründungsmitgliedern abgesegnet. Den Vorsitz übernehmen Michaela Seifert, Sonja Liese, Harald Koch und Ulrike Kirch.

Der Verein 

Am Ende eines langen Abends ist die Gemeinde Meißner um einen Verein reicher, der den Namen „Wir am Meißner“ trägt. Der Verein stellt nicht nur die Flüchtlingsarbeit in den Blickpunkt, sondern auch alle anderen hilfsbedürftigen Einwohner, wie zum Beispiel Senioren, die einen Fahrdienst benötigen. „Dieser Verein ist ein großer Gewinn für alle, die hier leben“, schließt Junghans die Versammlung, an deren Ende ein Gemeinschaftsprojekt steht, welches Vorbildcharakter aufweist.

Von Lukas Sennhenn

Kommentare