Meißnerhaus: Naturfreunde ehren Konrad Belz

Konrad Belz, erster Hüttenwart des Meißnerhauses, wird ab sofort mit einer Gedenktafel am Gebäude geehrt. Der 1887 geborene Belz hatte mit anderen Vereinsmitgliedern der Naturfreunde von 1929 bis 1931 das Haus am Hohen Meißner erbaut.

Das Amt des ersten Hüttenwarts behielt Belz jedoch nicht lange: Als Gewerkschaftler und KPD-Mitglied war er den Nazis ein Dorn im Auge. Er wurde in das Konzentrationslager Breitenau deportiert. Durch schwere Misshandlungen erlitt er Kopfverletzungen, die offenbar eine Gehirnembolie auslösten. 1935 wurde er in die Landesheilanstalt Haina eingeliefert. „Dort starb er an den Folgen“, sagt Jochen Boczkowski (Foto), selbst seit 25 Jahren Vereinsmitglied. (vre)

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