Für 16 Menschen ist Platz

In Abterode wird der alte Schlecker-Markt als Flüchtlings-Unterkunft hergerichtet

Finden hier ein neues Zuhause: Die Flüchtlinge, die am frühestens nächster Woche hier einziehen. Der erste Beigeordnete Hans-Dieter Müller ist gespannt: „Wir müssen den Menschen helfen.“ Foto:  Wüstefeld

Abterode. Sie war noch einer der wenigen weißen Flecken im Kreis, die keine Unterkünfte für Flüchtlinge bereitgestellt haben, das wird sich jetzt ändern: Die Gemeinde Meißner bereitet derzeit den ehemaligen Schlecker-Markt im Steinweg in Abterode als Gemeinschaftsunterkunft vor. Dort sollen künftig bis zu 16 Menschen Platz finden, die zum Beispiel aus Syrien, dem Kosovo oder Serbien fliehen und hier Schutz suchen.

„Wir sind froh, dass wir dieses Objekt haben“, sagt der erste Beigeordnete Hans-Dieter Müller, „es ist in einem baulich guten Zustand und hat sogar einen Garten.“ Ein weiterer Vorteil: der Standort. Dadurch, dass das Gebäude mitten im Ort liegt, vermittele man den Flüchtlingen nicht, sie seien abgeschoben. „Der Einkaufsmarkt liegt direkt gegenüber, zudem ist eine Bushaltestelle direkt vor der Tür.“ Die biete unter anderem eine gute Anbindung in die Kreisstadt Eschwege.

Gerne hätte die Gemeinde die Bürger auf einer Versammlung über die neuen Bürger informiert, sagt Müller, aber: „Die Zeit ist zu knapp, wir wissen das auch erst seit Kurzem und schon nächsten Mittwoch können die ersten Flüchtlinge kommen.“

Betreut werden die von der Awo, die in dem Gebäude auch ein Büro einrichten will. „Dafür ist es natürlich einfacher, wenn sich die Menschen an einem Platz wie einer Gemeinschaftsunterkunft befinden.“ Darüber hinaus freut sich Müller aber auch, wenn es Initiativen im Ort geben würde. „Wenn jemand eine Idee hat, koordinieren wir das von der Gemeinde gerne.“

Bleiben sollen die Flüchtlinge erst einmal 15 Monate, bevor sie anschließend eventuell auch in Einzelunterkünfte ziehen können. Bis dahin wird der ehemalige Schlecker-Markt für sie hergerichtet: Im Haupthaus werden die Zimmer sein, nebenan gibt es noch ein weiteres Gebäude: „Dort können die Menschen dann Freizeitaktivitäten nachgehen, wenn draußen mal nicht so schönes Wetter ist“, sagt Müller. Ansonsten biete sich zum Aufenthalt der große Hof oder eben der Garten an.

Von Constanze Wüstefeld

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