Mögliche Sicherung vom Osthang des Hohen Meißners vorgestellt

Hoher Meißner. Schon seit 2010 ist die Küche des Hauses Schwalbenthal am Hohen Meißner gesperrt, weil der Hang rutscht und die Wand eindrückt. Erst im Herbst des vergangenen Jahres hat das Land Hessen seine Zustimmung gegeben, für die Sicherung des Hangs zu zahlen - jetzt wurde eine Möglichkeit vorgestellt, wie das passieren könnte.

War mal ein beliebtes Ausflugsziel: das Gasthaus Schwalbenthal am Osthang des Hohen Meißners. Seit 2010 ist Küche dicht, weil der Hang rutscht und die Wand eindrückt (kleines Bild). Fotos: Wüstefeld (1) / Archiv (1)  

Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen, als der letzte Gast des Hauses Schwalbenthal am Osthang des Hohen Meißners ein Essen serviert bekam. Seitdem ist die Küche geschlossen - aus Sicherheitsgründen. Denn der Hang rutscht, drückt die rückwärtige Mauer des einst beliebten Ausflugszieles langsam, aber stetig in die Küche. Gearbeitet werden könnte hier nur noch unter Lebensgefahr.

Lange haben sich die Gemeinde Meißner und das Land Hessen auseinandergesetzt, wer für die Sicherung des Hanges und damit auch des Hauses und der dazwischen verlaufenden Landstraße zuständig ist. Die war letztendlich auch ausschlaggebend dafür, dass das Land Hessen im Oktober einwilligte, die Kosten für eine Sicherung zu übernehmen (wir berichteten).

Nun steht nach Aussagen von Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans auch fest, wie die aussehen soll: Geplant sei eine 90 Meter lange und drei Meter hohe Wand, die aufgestellt und mit 120 Erdankern gesichert werden soll. Beim Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil hält man sich mit einer Bestätigung noch zurück. Zwar wurde bei einem Vor-Ort-Termin „eine denkbare Böschungssicherungsmaßnahme vorgestellt, die im Wesentlichen die genannten Angaben beinhaltet“, eine verlässliche Aussage zu den Projektkosten könne man aber noch nicht treffen. Das liege daran, dass sich der Abstimmungsprozess mit dem Projektbeteiligten erst am Anfang befinde. Junghans hatte von einer Kostenschätzung zwischen 500 000 und 600 000 Euro gesprochen, vor nächstem Jahr würde es aber auf keinen Fall losgehen.

Einer, der ein großes Interesse an der Sicherung des Hanges hat, ist Dieter Kohl. Der Eschweger hat das Grundstück samt Haus vor mehr als zehn Jahren gekauft und hat dort das Restaurant geführt sowie Übernachtungsmöglichkeiten angeboten.

Seit der Schließung der Küche ist das nicht mehr möglich, weshalb er sich riesig über das Einverständnis des Landes freut, die Kosten für die Hangsicherung zu übernehmen. „Ich möchte das Schwalbenthal natürlich wieder eröffnen können - mit einem gastronomischen Angebot.“ Noch seien die Einzelheiten aber nicht geklärt, zum Beispiel, wer der Verursacher des Hangrutsches ist. „Sicher ist ja nur, dass ich Schäden ab meinem Haus habe.“

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