Nachwuchs beim Damwild im Bergwildpark

Neu auf der Welt: ein Damwildkalb. Foto:  Archiv

Germerode. Die Verantwortlichen des Bergwildparks Meißner bei Germerode freuen sich derzeit über Nachwuchs: Das Damwild hat kleine Kälber ausgetragen, acht hüpfen schon freudig über die weitläufigen Flächen.

In etwa noch einmal so viele werden in den kommenden Tagen erwartet, freut sich Otto Eberhardt, der sich um die Tiere kümmert.

So locken die Neugeborenen auch viele Besucher an, die sich die Damwildkälber einmal aus nächster Nähe ansehen möchte - dabei aber einige Regeln beachten sollten, erklärt Eberhardt: „Die Jungtiere werden vom Muttertier manchmal dort liegen gelassen, wo sie geboren worden sind.“ Das bedeute nicht, dass es den Tieren schlecht gehe oder sich niemand um sie kümmere. „Die Mutter kommt wieder, schaut danach und lässt die Jungtiere trinken.“ Weil die Kälber in den ersten Tagen nach ihrer Geburt aber noch geruchsneutral seien, müssen weder die Muttertiere noch die Tierpfleger Sorge haben, dass sie von Feinden angegriffen werden könnten - die es im umzäunten Bergwildpark sowieso kaum gebe.

Erst kürzlich hatten Besucher des Parks aus falscher Sorge heraus aber ein am Boden liegendes Kälbchen aufgehoben und in den Gastronomiebereich getragen, weil sie dachten, dass es im Sterben liege. „Natürlich haben wir dann die Tierärztin gerufen, um das überprüfen zu lassen“, sagt Eberhardt, „aber das Tier war gesund.“ Es sei auch nach der Aussage der Tierärztin völlig normal, dass die Kälber unbeaufsichtigt am Boden liegen würden.

Er weist darauf hin, dass die Kälber nicht angefasst werden sollen: „Wenn die den Geruch der Menschen an sich haben, kann es sein, dass das Damwildkalb nicht mehr von seiner Mutter angenommen werde.“ Das sei kritisch, weil in der Muttermilch viele wichtige Nährstoffe enthalten seien. „In diesem Fall haben wir aber Glück gehabt, das Kalb läuft wieder nah neben seiner Mutter umher“, freut sich Eberhardt.

Weitere Attraktionen geplant 

Der Bergwildpark bietet neben den vielen Tieren auch eine weitere Attraktion, die für die Kinder gedacht ist: einen Spielplatz. Der wird in gut 14 Tagen um ein Gerät reicher: Aus einer dicken Eiche wird eine Eisenbahn geschnitzt, die von den Kindern bevölkert werden kann. Geplant ist zudem auch ein Hühnerhof auf dem ehemaligen Gelände der Falknerei, den der Fördeverein des Bergwildparks realisieren will. „Wer dafür Spenden abgeben möchte, kann sich zum Beispiel beim Fördervereinsmitglied Harald Zindel aus Germerode melden“, sagt Otto Eberhardt vom Bergwildpark.

http://tierpark.naturpark-mkw.de/

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