Hoher Meißner

1000 Biker feiern Abschluss der Motorrad-Saison mit Gottesdienst

La Ola: Mit der Aufforderung zur Welle, um die Gelenke „der alten Männer“ in Gang zu bringen, eröffnete Pfarrer Ralph Beyer den Gottesdienst für rund 1000 Motorradfahrer am Samstagnachmittag auf dem Hohen Meißner. Foto: Schröter

Hoher Meißner. Er ist seit über 20 Jahren eine feste Größe bei den Bikern der Region: der Motorradfahrergottesdienst des Evangelischen Kirchenkreises Eschwege und des Motorradclubs Unicorn Eschwege. Und so kamen auch an diesem Samstag wieder rund 1000 Teilnehmer auf den großen Plateau-Parkplatz auf dem Hohen Meißner, um gemeinsam zu beten, zu singen und das Wir-Gefühl zu genießen.

Von der Kreisstadt aus war der aus mehr als 700 Motorrädern bestehende Konvoi bei strahlendem Sonnenschein auf den Berg gefahren, wo der Gottesdienst per Lautsprecher von einem Lastwagen-Anhänger herunter gehalten wurde.

„Motorradfahren gibt dem Menschen die Möglichkeit, sich Gott nähern zu lassen“, sagte Pfarrer Ralph Beyer aus Wehretal-Oetmannshausen in seiner Predigt. Genau wie sein Kollege Gernot Hübner (Eschwege-Niederdünzebach) ist Beyer selbst begeisterter Biker und weiß deshalb, wovon er spricht.

Aber natürlich ging es in seiner Predigt nicht nur um die schönen Seiten dieses bei Fahrern jeden Alters und jeden Geschlechts so beliebten Hobbys. Beyer erinnerte auch an die 44 Motorradfahrer, die in diesem Jahr auf Hessens Straßen bei Unfällen ihr Leben ließen und an die fünf schwer Verletzten aus dem Werra-Meißner-Kreis. „Wenn die Tachonadel bei über 100 Stundenkilometern auf der Landstraße tanzt, muss ich aufpassen, dass mein Schutzengel auch mitkommt“, mahnte er.

Nach dem Gottesdienst, den Pfarrer Jochen Sennhenn aus Waldkappel-Schemmern musikalisch mit der Gitarre begleitet hatte, ging es im Tross noch einmal auf landschaftlich reizvoller Route rund um den Meißner.

Den Abschluss einer wieder einmal rundum gelungenen Veranstaltung bildete das Treffen auf dem Festplatz in Meinhard-Grebendorf, wo die Motorrad-Saison 2015 einen geselligen Ausklang fand.

Von Per Schröter

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