Günther und Arno Mühlhausen haben vor 50 bzw. 25 Jahren ihren Meisterbrief erhalten

Seit 75 Jahren Meister

Geballte Erfahrung: Bürgermeister Friedhelm Junghans bei der Übergabe der Urkunden. Günther Mühlhausen (links) ist seit 50 Jahren Meister, Sohn Arno (rechts) seit 25 Jahren. Foto: Stück

Abterode. In der Metzgerei Mühlhausen gibt es in diesem Jahr gleich zwei Gründe kräftig zu feiern: Geschäftsführer Arno Mühlhausen wurde die Ehrenurkunde der Handwerkskammer für das 25-jährige Jubiläum zum Bestehen seines Meistertitels verliehen.

Vater Günther Mühlhausen hat den Goldenen Meisterbrief erhalten. Er hatte seine Meisterprüfung vor 50 Jahren abgelegt. Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans überreichte die Urkunden für das seltene Doppeljubiläum in dem Verkaufsladen im Steinweg.

Günther Mühlhausen hatte den Traditionsbetrieb 1966 zusammen mit seiner Frau Ursula eröffnet. Vier Jahre zuvor hatte er seinen Meisterbrief erhalten. Bis 1998 war Günther Mühlhausen der Chef, dann übergab er die Geschäfte an seinen Sohn Arno. Seitdem werden die Produkte der Fleischerei regelmäßig ausgezeichnet. „Wir lassen unsere Fleischwaren freiwillig vom Hessischen Fleischerverband kontrollieren und bewerten und erzielen dabei immer wieder Urkunden“, berichtet Arno Mühlhausen.

In den Jahren 2008, 2009, 2010, 2011 wurden die Sommerwurst, die hausgemachte Sülze, der Pizzaleberkäse, die hausgemachte Salami im Pfeffermantel, Ahle Worscht sowie der Lachsschinken prämiert. In diesem Jahr gab es drei neue Auszeichnungen. Die runde und die Stracke ahle Worscht und der Schinkenspeck, beides hausgemacht, wurden gewürdigt.

Kurze Transportwege

Arno Mühlhausen hat eine Erklärung für den Erfolg. „Wir schlachten selbst von Bauernhöfen aus der Umgebung. Bei uns gibt es keine langen Transportwege, demnach wird die Kühlkette nicht unterbrochen, so bekommen wir beste Fleischqualität für all unsere Produkte.“ Auch Bürgermeister Friedhelm Junghans ist dankbar für den alteingesessenen Betrieb in Abterode. „Die Fleischerei Mühlhausen ist ein wichtiges Standbein unserer Infrastruktur und hat auch in schwierigen Zeiten die Versorgung aufrecht erhalten.“ Junghans erinnert dabei an die Zeiten, bevor Aufwind und Tegut in der alten Synagoge wieder ein Lebensmittelgeschäft eröffnet hatten. Deshalb wünscht sich Junghans, dass die Metzgerei noch möglichst lange am Ort bleiben wird.

Von Tobias Stück

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