Feierstunde ab 11 Uhr

Tegut-Lädchen in Frankershausen feiert heute den ersten Geburtstag  

Ist gut angenommen worden: das Tegut-Lädchen in Frankershausen. (Von links) Marktleiterin Sabine Schütz, Uwe Brückmann (Landeswohlfahrtsverband), Bürgermeister Friedel Lenze, Mitarbeiter Jonas Hartmann, Rolf Eckhardt und Matthäus Mihm von der Stellenwert GmbH freut’s. Foto:  Wüstefeld / Archiv

Frankershausen. Seit einem Jahr besteht der neue Lebensmittelmarkt in Frankershausen. Die Geschichte entwickelt sich zu einem Erfolg. Heute wird der erste Geburtstag gefeiert.

Marmelade für den Frühstückstisch, noch schnell etwas Gemüse für den Eintopf: Wer Grundnahrungsmittel einkaufen möchte, kann das längst nicht mehr in jedem Ort machen. Für zumindest zwei Monate wussten auch die Frankershäuser, was es heißt, kilometerweit bis zum nächsten Lebensmittelmarkt zu fahren: Für diesen Zeitraum gab es den nämlich nicht in dem Berkataler Ortsteil.

Heute vor genau einem Jahr aber kam die Erleichterung: In den ehemaligen Räumen der VR-Bank eröffnete ein Tegut-Lädchen, das von der Stellenwert GmbH in Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelmarkt betrieben wird. „Die Resonanz, die wir täglich erfahren, ist gut“; sagt Rolf Eckhardt, Geschäftsführer bei Stellenwert. Denn gerade nach der zweimonatigen Durststrecke – zuvor hatte der noch im Ort verbliebene Edeka-Markt aus Altersgründen der Betreiber geschlossen – wissen die Frankershäuser die Einkaufsmöglichkeit besonders zu schätzen.

Angeboten werden dabei nicht nur Lebensmittel: Mit der Möglichkeit, Geld abzuheben, Backwaren von Schill zu erwerben und Rezepte in eine entsprechende Box zu werfen, sei das kleine Lädchen ein richtiges Nahversorgungszentrum. „Und seitdem wir auch das Fahrzeug der ehemaligen Bäckerei Schill, deren Produkte jetzt bei uns gekauft werden können, betreiben, kommen die Nahrungsmittel auch direkt zu den Kunden“, komplettiert Eckhardt das Angebot.

Besonderheit in Berkatal

Insgesamt sieben solcher Märkte betreibt Stellenwert im Werra-Meißner-Kreis, der in Frankershausen bietet eine Besonderheit: „Wir haben elf regionale Anbieter mit im Geschäft, das ist schon eine ganze Menge.“ Neben Eiern und Fleisch gibt es auch Kartoffeln und Honig aus der heimischen Produktion.

Zwölf Mitarbeiter beschäftigt Stellenwert in dem Tegut-Lädchen, von denen fast die Hälfte eine Schwerbehinderung haben. „Das ist unser Konzept, auch Menschen mit einem Handicap in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, betont Eckhardt. Er freut sich, dass das Konzept Früchte trägt: Dadurch, dass der Tegut-Markt so gut in Frankershausen angenommen worden ist, gibt es mittlerweile sogenannte betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze sowohl im Kindergarten vor Ort als auch beim Bäcker Schill.

• In einer kleinen Feierstunde möchten Rolf Eckhardt und die Mitarbeiter des Tegut-Lädchens in Frankershausen das einjährige Bestehen feiern. Ab 11 Uhr gibt es heute deshalb frische Waffeln, Bratwurst und Getränke. Angekündigt haben sich auch Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze und Kindergartenkinder, die ein Ständchen singen.

Von Constanze Wüstefeld

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