Markt in Frankershausen besteht seit einem halben Jahr – Landeswohlfahrtverband gibt 66 625 Euro

Tegut-Lädchen hat sich bewährt

Freuen sich, dass die Nahversorgung in der Gemeinde Berkatal gesichert ist: (von links) Marktleiterin Sabine Schütz, Uwe Brückmann (Vorsitzender der CDU-Kreisstagsfraktion), Bürgermeister Friedel Lenze, Mitarbeiter Jonas Hartmann sowie Rolf Eckhardt und Matthäus Mihm von der Stellenwert GmbH. Foto:  Wüstefeld

Frankershausen. Das Tegut-Lädchen in Frankershausen besteht seit einem halben Jahr - und ist gut angenommen worden von der Bevölkerung. Die Beteiligten freut das.

Jedes Mal, sagt Bürgermeister Friedel Lenze, freue er sich, wenn er an dem Tegut-Lädchen in Frankershausen vorbei- oder reingehe. Denn den Lebensmittelmarkt habe er noch nie leer erlebt, immer befänden sich Kunden darin.

Matthäus Mihm von der Stellenwert GmbH kann diesen Eindruck bestätigen. Das Unternehmen ist Träger des Ladens, hat diesen vor etwas mehr als sechs Monaten eröffnet. „Die Halbjahresbilanz fällt positiv aus, der Markt wird von den Kunden gut angenommen. Dafür sind wir ihnen dankbar.“ Mihm ist zuversichtlich, dass die Nahversorgung in der Gemeinde Berkatal auch in den kommenden Jahren gesichert ist: „Wir haben schon drei Märkte, die länger als fünf Jahre bestehen“, erklärt er seine Zuversicht, „da bin ich bei diesem hier auch ganz optimistisch.“

Geht es nach dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, ist diese Einstellung auch berechtigt. „Die Erfahrungen in den anderen Märkten sind positiv, der Ruf eilt deshalb voraus“, sagt Uwe Brückmann. Was ihm besonders gefalle: das integrative Konzept des Unternehmens. „Die Hälfte der hier arbeitenden Menschen hat ein Handicap.“ Sie alle hätten dabei einen kurzen Weg, weil sie aus der Gemeinde kommen.

Für Sabine Schütz ist dieses Arbeitsumfeld zwar noch ungewohnt, aber auch bereichernd. Dennoch muss die Marktleiterin zugeben, dass es noch tägliche neue Aufgaben gibt, ein Punkt gefällt ihr dabei nicht: „Tegut lässt mir nicht so viel Freiheit bei der Produktauswahl, auch wenn wir hier natürlich schon viele regionale Sachen anbieten können.“ Zudem wird den Kunden im Laden die Möglichkeit gegeben, Geld abzuheben, und die Bäckerei Schill bietet ihre Produkte in der Filiale an. In naher Zukunft soll es noch einen Bäckerei-Wagen geben, der über die Dörfer fährt - zwei zusätzliche Stellen werden so geschaffen. Dieses Engagement möchte der Landeswohlfahrtsverband Hessen unterstützen und hat Stellenwert eine finanzielle Unterstützung von 66 625 Euro zugesagt, die für die Ladenausstattung verwendet werden. Die restlichen Kosten von 28 555 Euro für die Ausstattung trägt Stellenwert.

Von Constanze Wüstefeld

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