Gemeindevertreter diskutieren am Montag

Vockerode: Köhler Kalk erschließt neuen Steinbruch 

Würden Lärm verursachen: Die Kipplaster (linkes Fahrzeug) von der Firma Köhler Kalk, wenn sie das Dolomitgestein in den Steinbruch kippen. Es sei laut Unternehmensleiter Christian Köhler aber nicht so laut, wie von einigen Einwohnern befürchtet. Foto:  Archiv

Vockerode/Germerode. Die Firma Köhler Kalk aus Vockerode erschließt einen neuen Steinbruch. Der liegt beim Gut Mönchhof, derzeit laufen dort die Vorbereitungsarbeiten.

Möglicherweise noch in diesem Jahr sollen dort dann auch Steine gewonnen werden, die zum Kalkwerk nach Vockerode transportiert werden müssen.

Dafür möchte Köhler Kalk einen gut 400 Meter langen Feldweg asphaltieren, der sich von der Landstraße zwischen Abterode und Germerode in Richtung Kalkwerk schlängelt. Dort angekommen, können die Lastwagen die Steine dann abkippen und den Rückweg antreten - so zumindest der Plan. Denn genehmigt werden muss der Ausbau des Feldweges noch von der Gemeindevertretung, die am kommenden Montag, 30. Mai, ab 20 Uhr im Bürgerraum Abterode tagt.

Bedenken werden diskutiert

Nochmal besprochen werden dort möglicherweise auch Bedenken, die im Vorfeld vor allem von einigen Germeröder Bürgern geäußert worden sind: So wird befürchtet, dass das Abkippen der Steine einen immensen Lärm verursachen wird. „Da kann ich die Bürger aber beruhigen“, sagt Christian Köhler, der das Unternehmen zusammen mit seinem Vater leitet.

Denn zum einen würde das Dolomit-Gestein noch beim Gut Mönchhof gebrochen, sodass keine großen Gesteinsbrocken in Vockerode ankommen, zum anderen würde das Material in ein Loch gekippt. „Der Schall bleibt weitestgehend in dem Steinbruch“, sagt Köhler.

Was vor allem wahrgenommen werden könnte, ist das Abkippen des gebrochenen Steins. Um diese Lautstärke zu messen, haben sich die Mitglieder des Bauausschusses vor Ort getroffen, um einer Demonstration zu lauschen: Ein Lastwagen kippte Gestein in das vorhandene Loch. Mithilfe eines Gerätes wurde die Lautstärke gemessen - die zwischen 60 und 70 Dezibel liegt, was der Lautstärke eines Rasenmähers entspricht.

Ebenfalls ein Thema: die Lastwagen, die vom Gut Mönchhof über Germerode zum Kalkwerk fahren werden. Maximal sechs Laster pro Stunde sollen es werden, das nur bei einer Vollauslastung des Ofens. „Mit Hessen Mobil haben wir zudem abgeklärt, dass der Einfahrtsbereich in den Feldweg verbreitert wird.“ So könne, sollte sich ein Lastwagen bereits auf dem Feldweg befinden, ein weiterer dort einbiegen. „Dadurch wird der Verkehr auf der Landstraße nicht belastet“, sagt Christian Köhler. Er und sein Vater sind derzeit zudem im Abstimmungsprozess hinsichtlich der Ausgleichsplanung.

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