Europameisterschaft der Jungfleischer: Vockeröder auf vorderem Platz

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Kommt unter anderem mit einem zweiten Platz zurück nach Vockerode: Felix Eberhardt, der an dem Europa-Leistungswettbewerb der Jungfleischer teilgenommen hat.

Vockerode. Im vergangenen Jahr hat er alle überrascht, als er mit dem Titel nach Hause kam: Bester Jungfleischer Deutschlands durfte sich der Vockeröder Felix Eberhardt nehmen.

Jetzt zeigte er sein Können auf der Europameisterschaft.

Felix Eberhardt blieb nicht viel Zeit: Zehn Minuten, bevor er mit seiner ersten Prüfung begann, wurde ihm erst das Fleischstück zugeteilt, aus dem er in einer Stunde ein Gericht zaubern sollte. „Die Zeit, in der ich mir das überlegen konnte, war also knapp“, gibt der junge Mann aus Vockerode zu, der auf den Beistand seines Ausbilders und Teamkollegen setzen konnte. Schon allein aufgrund der Zeitvorgabe stand dann schnell fest: Aus dem Rinderbug soll ein Rollbraten werden. Bewertet wurde der dann von einer mehrköpfigen Jury, die darüber entscheiden sollte, wer Europas bester Jungfleischer werden soll. Dass der 21-Jährige an diesem Wettbewerb teilnehmen konnte, hat er seinem Talent zu verdanken: Er wurde im vergangenen Jahr zu Deutschlands bestem Jungfleischer gekürt.  

Neben der Überraschungsdisziplin war Eberhardt noch mehrmals gefragt, wenn es um die Zubereitung von Fleisch ging: An zwei Tagen musste er sich mit den zwölf weiteren Teilnehmern aus ganz Europa messen, musste unter anderem zwei Pasteten herstellen: „Das wusste ich aber schon vorher und konnte mich darauf vorbereiten“, sagt Eberhardt.

Das hat er auch getan: „Wochenlang habe ich mit meinem Ausbilder der SB Union Kassel geübt“, gibt der Vockeröder zu. Dazu gehörte zum Beispiel auch das perfekte Auslösen und Zuschneiden einer Rinderkeule oder das Herstellen einer Barbecue-Platte. „Die musste ich zum Beispiel auch schon im vergangenen Jahr bei der dem Bundesleistungswettbewerb anfertigen, ebenso wie küchenfertige Erzeugnisse.“ Entschieden hat er sich hier für Rindertaschen, und auch ein Hauptgericht musste angerichtet werden. „Die Beilagen musste ich aber nicht auch noch zubereiten“, gibt der junge Mann mit einem Lächeln zu, „aber benennen musste ich sie schon.“

Tatkräftig unterstützt wurde Deutschlands bester Jungfleischer von seiner Familie und von Freunden. Die hatten bei dem Sieg im vergangenen Jahr schon eine Überraschungsparty organisiert und sind jetzt zum Austragungsort nach Frankfurt gefahren, um ihrem Felix die Daumen zu drücken.

Das hat geholfen: Eberhardts Pasteten waren so gut, dass er dafür mit dem zweiten Platz ausgezeichnet worden ist und zehn Teilnehmer auf die hinteren Ränge verweisen konnte.

Und auch, wenn es laut Eberhardt bei den anderen Bewertungen - siebter in der Einzelwertung und vierter mit seinem Teamkollegen aus Deutschland - ein bisschen besser hätte laufen können: „Das waren schon spannende und auch erfolgreiche Tage.“

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