Weihnachtsmarkt in Abterode fällt erstmals nach 20 Jahren aus

Einer der besonderen Momente: Auf dem Weihnachtsmarkt in Abterode wurden immer auch Theaterstücke aufgeführt. Das Bild zeigt eine Veranstaltung aus den vergangenen Jahren. Foto:  Archiv

Abterode. Zum ersten Mal seit 20 Jahren wird es in Abterode keinen Weihnachtsmarkt geben. Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte das Martin Stange, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Meißner.

Die trat in den vergangenen Jahren immer als Organisator auf, für diesen Winter hatte sich jedoch niemand der Mitglieder gefunden, der die Planung federführend übernehmen wollte.

„Wir hatten immer ein besonderes Programm an der Abteröder Kirche“, sagt Stange, der selbst gar nicht aus der Gemeinde Meißner stammt, in Abterode aber die Waren aus seiner Hoheneicher Bäckerei verkauft. Neben den klassischen Buden mit Glühwein und Würstchen haben sich auch die Gewerbetreibenden als Mitglieder der Werbegemeinschaft sowie die heimischen Vereine präsentiert, besonderes Highlight war zudem ein Theaterstück auf einer eigens dafür errichten Bühne. „Wir können das in diesem Jahr aber nicht stemmen“, bedauert Stange.

Gleicher Tenor kommt aus Richtung der ortsansässigen Vereine. Die haben sich schon vor langer Zeit zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen, Vorsitzender ist derzeit Otto Steinmetz vom Gesangverein. „Normalerweise fangen die Vorbereitungen für den Markt schon im Mai an, gerade wegen des Theaterstückes.“

Der sei nun schon lange verstrichen, zudem wollen weder die Vereine noch die Werbegemeinschaft die Verantwortung für die Finanzierung übernehmen. Und auch das Alter spiele eine gewisse Rolle: „Unser jüngstes Mitglied im Gesangverein ist auch schon über 60 Jahre alt“, nennt er ein Beispiel. Aufgrund aller Gründe sei man deshalb auch zu dem Schluss gekommen, keine abgespeckte Weihnachtsmarkt-Variante anzubieten.

„Wir hatten einen der ersten Weihnachtsmärkte in diesem Gebiet“, erinnert sich Steinmetz zurück. Was Besonderes sei er gewesen, durch das Theaterstück eben anders als die anderen, die nach und nach dazukamen. „Aber durch die vielen Veranstaltungen drum herum hatten wir in den vergangenen Jahren auch nicht mehr den Zulauf wie vor 20 Jahren.“ Wer die Organisation im kommenden Jahr übernehmen könnte, ist noch völlig offen.

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