Wirtschaftsexperten verhalten optimistisch

Die Auftragslage der Unternehmen bleibt weiter gut, Beschäftigungszahlen und Zinsen bleiben auf ihrem Niveau konstant und das Wirtschaftswachstum wird leicht zurückgehen. Das sind die konjunkturellen Prognosen, auf die sich Wirtschaftsexperten aus der Region auf Nachfrage unserer Zeitung für 2016 festlegen. Eine Chance für die Region, auch da sind sich Sparkassenvorstand Frank Nickel, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Siegfried Rauer und Michael Ludwig von der IHK einig, werden der Ausbau der A 44 und des Breitbands sein.

Die IHK sagt in ihrem Konjunkturbericht aus dem Herbst für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent voraus. Damit liegt der Wert 0,2 Punkte hinter dem Wachstum aus dem abgelaufenen Jahr (1,5 Prozent). „Die vorsichtige Prognose liegt auch daran, dass die aktuelle Lage der Wirtschaft gut ist“, sagt Dr. Michael Ludwig, Geschäftsführer des IHK-Servicezentrums Werra-Meißner.

Nachdem die Bundesagentur für Arbeit im November eine nie dagewesene niedrige Arbeitslosigkeit bescheinigte, wird sich diese Tendenz laut IHK wohl auch 2016 nicht verändern. „Der Kreis hat seine strukturellen Probleme überwunden“, sagt Nickel. Die Auftragslage in den Unternehmen sei derzeit gut. Handwerk, produzierendes Gewerbe, Handel und Gastronomie befinden sich nach Aussage der Wirtschaftsexperten im Aufwind. „Der Fachkräftemangel wird aber spürbar“, sagt Ludwig.

 Flüchtlinge könnten das Problem zwar verkleinern, es dauere aber, bis sie am Markt integriert seien. „Die Ausbildungsbetriebe müssen mehr auf die Jugend zugehen“, sagt WFG-Geschäftsführer Rauer. Facharbeitskräfte könne man auch über „weiche Faktoren“ anlocken. Dafür müsse sich der Kreis und auch die Betriebe nach außen verkaufen. Ein guter Anfang sei die Marketingkampagne „In der Mitte von“.

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