Förderverein feiert Abschluss der Arbeiten / neue Aufgaben stehen schon bevor

Abteröder Kirche saniert

Voller Stolz steht das Helferteam vor der sanierten Kirchenruine von Abterode. Bürgermeister Friedhelm Junghans würdigte das Projekt. Foto: privat

Abterode. Die Sanierung der Abteröder Kirchenruine ist abgeschlossen. In einer Feierstunde erinnerten Pfarrerin Ute Grasmäder, Walter Junghans, einer der beiden Sprecher des Fördervereins sowie Bürgermeister Friedhelm Junghans an die überwiegend von ehrenamtlichen Helfern geleisteten Arbeiten.

Pfarrerin Grasmäder als Theologin griff zu Beginn ihrer Ausführung in ihre Jackentasche, zog ein rot-weißes Absperrband hervor und erklärte, dass dies 2007 von der Kasseler Kirchenleitung als Lösung für die immer baufälliger werdende Abteröder Kirchenruine angesehen worden sei, nämlich die Absperrung des Geländes der alten „Oberkirche“, damit keine Personen zu Schaden kämen. Walter Junghans warf ein, das Band könne nun getrost dem gelben Sack zugeführt werden. Denn, wie auch Pfarrerin Grasmäder in ihren Dankesworten betonte, die damaligen Befürchtungen konnten durch den tatkräftigen Einsatz zahlreicher fleißiger Hände in den vergangenen drei Jahren zerstreut werden: Inzwischen ist das Mauerwerk vollständig frisch verfugt worden, die Stabilität des Bauwerkes erst einmal für Jahre gesichert. In seinem Bericht vor den versammelten Helfern hatte Walter Junghans die in diesem Jahr erbrachten Leistungen beschrieben: Der Westturm wurde innen und außen verfugt, fehlendes Mauerwerk am Westeingang und an der südlichen Basis des Triumphbogens, der den Chor abschließt, behutsam ergänzt. Es wurden von 21 Helfern 388,5 Arbeitsstunden geleistet.

Walter Junghans sprach auch im Namen seines Förderkreissprecher-Kollegen Werner Ebel, mit dem er alle Arbeiten im Einzelnen konzipiert hatte, seine Anerkennung all denjenigen aus, die sich als Bauarbeiter betätigt hatten. Worte des Dankes galten auch denen, die in diesem Jahr Material, Maschinen und ihre Arbeitskraft zur Verfügung gestellt hatten: Holger Horne, Firma Schiedrum, Helmut Mench, Herbert und Ernst Brill und Werner Ebel. Auch die Gemeinde Meißner habe sich durch Kooperationsbereitschaft ausgezeichnet.

Walter Junghans wie auch später Rainer Gruber, der zur Finanzlage des Förderkreises berichtete, zeigten sich erfreut und dankbar über die Spendenbereitschaft von Institutionen, aber auch gerade von einzelnen Bürgern, die großzügig das Erhaltungsprojekt unterstützten.

Dass Abteröder auch die ehrenamtliche Arbeit der Helfer anerkennen, zeigt sich z.B. darin, dass das Catering für die diesjährige Abschlussveranstaltung der Kampagne von einem Privatmann gesponsert wurde.

Bürgermeister Junghans betonte, dass die Kirchenruine zwar nicht im Besitz der Gemeinde sei, für sie als eines ihrer Wahrzeichen aber einen hohen ideellen Wert habe, und dass es zwar mühsam sei, für dessen Erhaltung zu arbeiten, dies aber auch Freude bereite. Er dankte Walter Junghans, dem es immer wieder gelinge, Helfer zu finden und zu motivieren, und seinem Kollegen Werner Ebel für ihre verdienstvolle Tätigkeit. Für beide hatte schon zuvor Reinhard Stepf namens der Helfer Dankesworte gefunden.

Arbeitslos werden die Mitglieder und Freunde des Förderkreises nicht werden: Das nächste Projekt ist die dauerhafte Installation einer Beleuchtungsanlage für die Ruine. Mittelfristig wird auch an die grundlegende Sanierung des Kreuzrippengewölbes im Chor gedacht, für die aber auch eine Fachfirma hinzugezogen werden muss.

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