Hegegemeinschaft Meißner warnt: Hunde sollten  geimpft werden und nicht frei herumlaufen

Erneut Staupe bei Wildtieren aufgetreten

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Werra-Meißner. Erneut hat das Hessische Landeslabor in Gießen Fälle von Staupe in Hessen nachgewisen. Darauf macht die Hegegemeinschaft Meißner aufmerksam. Seit September sei das Virus bei neun Waschbären und fünf Füchsen nachgewiesen worden. Dr. Michael Zschöck, Abteilung der Veterinärmedizin des Landeslabors gehe aber von einer deutlich höheren Dunkelzffer aus.

Bei der Staupe handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, die meist tödlich verläuft. Das auslösende Virus ist mit dem Masernerreger verwandt, Menschen oder Katzen können sich allerdings nicht anstecken.

Infizierte Tiere zeigen zum Beispiel zentralnervöse Symptome, sie verlieren ihre Scheu vor dem Menschen und haben Gleichgewichts- und Sehstörungen.

Waschbär hat keine Feinde

Der Waschbär hat sich in den letzten Jahren in Deutschland rasant vermehrt. Gründe dafür sind, dass diese extrem flexiblen und anpassungsfähigen Tiere in unseren Breiten ideale Bedingungen vorfinden und zudem keine natürlichen Feinde hat. Die Hegegemeinschaft Meißner empfiehlt, Hunde gegen die Staupe impfen zu lassen und rät allen Hundebesitzern, ihre Hunde zu ihrem eigenen Schutz möglichst nicht frei herumlaufen zu lassen, um einen Kontakt mit Waschbären zu vermeiden. Wenn ein Waschbär sich ungewöhnlich verhält, sollte umgehend der zuständige Jagdpächter informiert werden. (dir)

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