Männerarbeit unter dem geistlichen Dach des Klosters Germerode

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Leisten Männerarbeit: Christoph Hirsch, Pfarrer Manfred Gerlandt, Wolfgang Krahn und Stefan Sigel-Schöning. Geistiges Zentrum ihrer Initiative ist das Kloster Germerode.

Germerode. Männerarbeit klingt wie etwas, das eigentlich nicht neu erfunden werden muss. Doch ähnlich wie vor über 40 Jahren mit der Frauenbewegung Frauen begannen, sich eigene Räume zu schaffen und über ihre Identität zu diskutieren, scheint dieses Bedürfnis nach Auseinandersetzung und Wertefindung nun auch in der Männerwelt angekommen zu sein.

Das Kloster Germerode gilt mit Pfarrer Manfred Gerlandt als spirituelles Zentrum der Männerarbeit in Nordhessen. „Männer sind in der Kirche und im Christentum im Rückzug“, sagt Gerlandt, der das Thema Spiritualität für die gesamte Landeskirche vertritt. Denn das, was zweitausend Jahre eine unumstrittene Männerdomäne war, wird inzwischen von Frauen geprägt und gelebt. Und das nicht nur in den Gottesdiensten, sondern auch in Kirchenvorständen und im religiösen Leben.

Gerlandt und seine Mitstreiter haben im Kreis und in Kassel Männergruppen, die sich einmal im Monat treffen, zweimal im Jahr auch überregional im Kloster in Germerode. Wolfgang Krahn aus Küchen ist schon seit 20 Jahren aktiv, kritisch die Rolle der Männer in der Kirche zu bearbeiten. „Es geht um Solidarität zwischen Männern, aber auch darum rauszufinden, was Männer brauchen, um in der Kirche aktiv zu werden“, sagt der pensionierte Lehrer und Kunsttherapeut, der in Witzenhausen eine Männergruppe leitet.

Von Stefanie Salzmann

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