Natur auf nackten Sohlen auf dem Barfußpfad

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Angenehm: Celina Arntowski, Stefan Pilger, Natalie und Iris Arntowski (von links) unterwegs auf dem Barfußpfad an der Station „Werra-Sand“. 

Vockerode. „Das ist ja richtig angenehm", staunt Iris Arntowski, als sie vorsichtig mit nackten Füßen über ein Bett aus Tannenzapfen geht.

Langsam, Schritt für Schritt, folgen ihre Töchter Natalie und Celina. „Du hast Recht“, zeigt sich auch Natalie verwundert. „Und dabei dachte ich eigentlich, dass das weh tut.“

Überraschungen wie diese erleben die Besucher des Barfußpfads am Jugenddorf Hoher Meißner bei Vockerode am laufenden Band. Auf einer Länge von 1500 Metern hat der Naturpark Meißner-Kaufunger Land hier an 30 Stationen ein wahres Feuerwerk an Empfindungen für Menschen geschaffen, die gerne einmal mit bloßen Sohlen durch den Wald laufen möchten.

„Mit nackten Füßen durch den Fichtenwald, über feuchte Erde, raschelndes Laub, Sand, oder Kies zu laufen, das heißt, die Natur hautnah zu erleben und mit jedem Schritt neue Eindrücke zu gewinnen“, sagt Naturpark-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi. Angenehm erleben Füße die Berührung mit Wildschweinfellen, Schafwolle, Sägemehl und Meißner-Heu. „Raps- und Maiskörner spürt man dagegen schon sehr viel intensiver unter den Sohlen oder zwischen den Zehen.“

Beim Gang über den Barfußpfad geht es aber auch sportlich zu. „Man kann über Baumstümpfe, Steine, Tontiegel und Holzpilze balancieren, eine Indianerleiter erklimmen und lässig durch eine Baumkrone steigen“, sagt Lenarduzzi.

Und auch Tierfreunde kommen voll auf ihre Kosten. „Am Ameisensteg trifft man auf Waldameisenhügel und bekommt einen Einblick in das Leben dieser erstaunlichen Insekten.“ In der Tierspurenhütte sind im Sand versteckte Tierspuren freizulegen und an einer anderen Station gilt es, Tierstimmen zu erraten.

Gesundheit für die Füße

„Barfußlaufen kann nicht nur spannend sein, es ist auch gesund“, betont Marco Lenarduzzi. Die verschiedenen Materialien auf dem Barfußpfad sorgten durch die Reflexzonenmassage für eine gute Durchblutung. „Körper und Geist werden trainiert und die körpereigenen Abwehrkräfte werden gestärkt.“ Außerdem sei es ein Riesenspaß für die ganze Familie- ganz nach dem Motto „Raus aus den Schuhen und rein ins Vergnügen!“

„Ich bin wirklich begeistert“, meint Iris Arntowski, nachdem sie einige weitere Stationen durchlaufen hat. „Das ist alles ganz toll angelegt und nicht nur für Kinder ein echtes Erlebnis.“ Eine Einschätzung, die die meisten Besucher wohl teilen dürften. (per)

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