20 Piloten starteten in Wolfterode

Scheesen-Cup: Tollkühn in Kisten den Hügel hinunter

Doping für die Scheese: Tobias Eichenberg ölt vor dem Start noch die Radlager seiner Seifenkiste und wird damit Zweiter. Foto: Skupio

Wolfterode. Bereits zum vierten Mal fuhren am Fuße des Meißners junge und junggebliebene Seifenkistenfahrer um den Pokal des Scheesen-Cups, den die Freiwillige Feuerwehr Wolfterode ins Leben gerufen hatte.

Seitdem hat sich die Teilnehmerzahl nicht nur kontinuierlich vergrößert, auch der Aufbau des Rennens wurde durch die Brandschützer immer weiter professionalisiert. „Wir messen die Zeit inzwischen beispielsweise mit einer selbstgebauten Lichtschranke und können daher auf eine tausendstel Sekunde genau sagen, wie lange ein Fahrer für die 150 Meter lange Strecke gebraucht hat“, erklärt Wehrführer Michael Brill, der zugleich die Rennleitung innehat. Höchstgeschwindigkeiten um die 35 Stundenkilometer können die Scheesen auf der Strecke erreichen, mehrere Schikanen aus Strohballen müssen die Fahrer dabei umfahren. Das Regelwerk ist dabei relativ frei. 168 Kilogramm sind das Maximalgewicht der Seifenkisten, außerdem müssen eine Lenkung und eine funktionierende Bremse eingebaut sein. Ansonsten gibt es keinerlei Vorgaben, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dementsprechend bunt und unterschiedlich sind die Gefährte gebaut, in umgebauten Mülltonnen und Badewannen brausen die Piloten dem Ziel entgegen.

Den Zuschauerpreis für die schönste Scheese gewann der Fanfaren- und Musikzug Frankershausen mit einem fahrbaren Schlagzeug. Sieger der Dreiräder wurde Edwin Zindel, Zweiter Lars Schlender und Dritter Simon Orth. Den ersten Platz der Vierräder belegten Julian und Philipp Sayk, Tobias Eichenberg wurde Zweiter und Marius Schill Dritter. (wrs)

Scheesen-Cup in Wolfterode

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