Festzug der Germeröder Salatkirmes stand ganz im Zeichen des Brauchtums

Umzug in Omas Kleidern

Kirmes anno dunnemals: So lautete das Motto des Festzugbeitrags der Germeröder Schützen. Die Mitglieder des Schützenvereins hatten Omas alte Kleidung herausgekramt und sich für den Zug ganz stilecht in Schale geworfen. Fotos: W. Skupio

Germerode. Starke Regen- und zwischenzeitlich sogar Hagelschauer zogen Sonntag Mittag über das Meißnervorland, als sich hartgesottene Germeröder anschickten, zum Höhepunkt der Salatkirmes im Festzug durch den Ort zu laufen.

„Wir hoffen, dass es um 14.15 Uhr aufklart. So stand es jedenfalls bei der Wettervorhersage im Internet“, erklärt Dirk Sippel, Zweiter Vorsitzender des Sportclubs Eintracht und lacht. Kein Wunder, schließlich nimmt der SC Eintracht mit Traktor und Wagen am Zug teil, komplett überdacht und regensicher.

Am Ende des Wagens prangte ein ortsschildähnliches Plakat, auf dem „Kreisliga B“ durchgestrichen war, vorne am Traktor hingegen stand „Kreisliga A“, eine Anspielung auf den baldigen Aufstieg.

Sippel und der Wetterdienst behielten am Sonntag tatsächlich recht. Um kurz nach zwei klarte der Himmel auf, und der Festzug setzte sich pünktlich zum Ende des Festgottesdienstes in Bewegung.

An der Spitze tanzte natürlich ganz traditionell der Läufer. In diesem Jahr war es Marvin Schulze, der den Festzug anführte und mit lustigen Sprüngen und Tanzschritten das Ende des Winters verkündete.

Ihm folgte erst eine Musikkapelle und dann die Kirmesfahne, sie ist traditionell mit Tüchern aus der Bevölkerung geschmückt.

Anschließend kamen die zahlreichen Germeröder Vereine und Institutionen wie die Feuerwehr, der Wildpark, der Schützenverein oder der Sportverein. In der Mitte des Festzugs sorgte der Spielmannszug Bad Sooden-Allendorf für flotte Rhythmen und Marschmusik.

Mit der Salatkirmes hat die diesjährige Kirmessaison im Kreis begonnen.

Von Wolfram Skupio

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