Ahnenforschung bei Apfelsaft

Tem Hiesberger und Bill Mausshardt aus Florida erkunden Datterode

Auf der Suche nach den Ahnen: Tem Hiesberger und Bill Mausshardt werden in den Aufzeichnungen des Heimatvereins Datterode fündig. Foto: privat

Datterode. Der Höhepunkt ihrer Deutschlandreise, sagen die Geschwister Tem Hiesberger und Bill Mausshardt überglücklich, sei ein Besuch in dem Ringgauer Ortsteil Datterode gewesen.

Die beiden Amerikaner waren eigens aus ihrem Heimatort The Villages in Florida angereist, um sich auf die Spuren ihrer Vorfahren zu begeben. Diese waren einst aus Europa in die USA immigriert.

Auf der Suche nach Familiennamen auf Grabsteinen und bei den Kirchen unternahmen Hiesberger und Mausshardt einen Tagesausflug nach Datterode. Dort kamen sie mit Axel Schroth, Schriftführer des Heimatvereins Datterode (HVD), ins Gespräch. Schroth unterrichtete den Vorsitzenden des Heimatvereins, Thomas Beck, über das Anliegen der Amerikaner – „und nach knapp einer Stunde saßen wir bei Kaiserwetter und einem Glas hausgemachten Apfelsaft über den genealogischen Daten des Vereins“, sagt Beck.

Ihre Wurzeln gefunden

„Wer die aktuellen Nachnamen betrachtet, die württembergischer beziehungsweise österreichischer Herkunft sind, würde kaum Vorfahren im Ringgau vermuten“, sagt Beck. Fündig aber wurden die Gäste mithilfe der von Vereinsmitgliedern zusammengetragenen Daten trotzdem: Die Ururgroßmutter der Besucher stammt aus Datterode.

„Genauer gesagt aus der Familie Almerodt, die bereits im 16. Jahrhundert in Datterode ansässig war“, sagt Beck. Anna Elisabeth Almerodt, geboren am 28. September 1827 und Tochter des Netraer Postillons Caspar Almerodt, war 1857 in die USA ausgewandert. „Genauer: nach St. Louis, Missouri.“, sagt der Vereinsvorsitzende. Wie viele Datteröder habe sie ihr Glück im fremden Land gesucht.

Tem Hiesberger und Bill Mausshardt jedenfalls haben durch den Besuch in Datterode eine neue Verbindung in die alte Heimat geknüpft. (esp)

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