Naturfreunde blickten bei Frühstück zurück

Amphibienschützer ziehen Bilanz

Treffen zum Abschluss der Krötensaison: die Amphibienschützer aus Weißenborn und Rambach. Foto: nh

Weißenborn. Die schon über viele Jahre engagierten Amphibienschützer aus Weißenborn und Rambach trafen sich kürzlich im CaféLandlust zu einem geselligen Frühstück als Abschluss der „Krötensaison“.

Angefangen hat der Verein 2005, als eines Nachts auf dem Heimweg zwischen Röhrda und Weißenborn unzählige überfahrene Kröten und Molche die Straße bedeckten. Langsam, in der Mitte der Straße mit eingeschaltetem Warnblinker fahrend, wurden wenigstens die noch lebenden Amphibien über die Straße getragen. Das wiederholte sich in den darauffolgenden Nächten. Um solche Bilder nicht noch einmal sehen zu müssen, wurde beschlossen, ab 2006 einen Krötenzaun an dieser Strecke zu errichten. Auf der Suche nach fachlicher Beratung nahmen Vereinsmitglieder Kontakt zu Amphibienschützern aus Bad Sooden-Allendorf auf. Diese hatten erreicht, dass bei der Sanierung der Straße von Kammerbach nach Dudenrode ein fest installiertes Schutzsystem mit Unterführungen eingerichtet wurde. Der alte mobile Zaun aus Folie und Dachlatten war noch vorhanden und wurde zur Verfügung gestellt.

Im ersten Jahr gruben die Mitglieder mit Spaten eine circa 400 Meter lange Furche für die Folie, die dann mit Erde angefüllt und an den eingeschlagenen Dachlatten befestigt würde. Zusätzlich wurden Eimer dicht am Zaun eingegraben, damit die Kröten und Molche bei ihrer Wanderung hineinfallen. Zweimal täglich müssen dann die Eimer geleert und die gesammelten Tiere über die Straße gebracht werden. Im ersten Jahr wurden so in vier Wochen 2605 Kröten und 143 Molche eingesammelt. Durch den Einsatz eines Quads und eines neuen Folienzauns, der mithilfe von Spenden angeschafft werden konnte, ist der Auf- und Abbau mit der Zeit einfacher geworden. (red)

Kommentare