Zehn Künstler aus der Region stellen in der Kulturscheune Netra aus

Aquarelle treffen auf alte Schätze

Impressionen aus Italien neben einer Installation, welche an den ehemaligen Grenzzaun erinnert: Künstlerin Anne Bernhardt geht durch die Ausstellung im historischen Ambiente der Kulturscheune Netra. Foto: Spanel

Netra. Historische landwirtschaftliche Gerätschaften treffen auf Aquarelle in bunten Farben, moderne Installationen hängen über Bügeleisen, Milchkannen und Scheffeln: In der Kulturscheune in Netra werden Historie, Kunst und Kultur der Region auf wohl einzigartige Weise präsentiert.

Noch bis zum Sonntag, 26. Juli, läuft zum ersten Mal eine Ausstellung in den Räumlichkeiten an der Brauhausstraße 17. Zehn Künstler des Malkollegs zeigen in der liebevoll sanierten Scheune ihre Werke, die alle im vergangenen Jahr entstanden sind.

„Dieser Ort soll dazu beitragen, Kunst und Kultur zu pflegen sowie Traditionen der Vergangenheit zu bewahren“, sagt Anne Bernhardt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Volker Bernhardt bewohnt die Kunstfreundin seit drei Jahren das weitläufige Anwesen in Netra. „Wir sind alteingesessen und doch zugezogen“, sagt Bernhardt mit einem Lächeln. Die im Jahr 1905 erbaute Scheune biete nicht nur eine besondere Atmosphäre, sondern auch genügend Platz, um andere an ihrem Hobby, der Kunst, teilhaben zu lassen. „Das Malkolleg trifft sich hier einmal im Monat“, sagt Bernhardt.

Unter der Leitung von Hans Röse aus Kassel entstehen dann Aquarelle, Ölgemälde, Installationen und Kunstwerke mit Spachteltechnik. „Motive oder Stilrichtungen sind dabei nicht festgelegt“, sagt Bernhardt. Die Künstler Gabriele Dettmann, Ursula Frank, Gisela Opfer, Gabriele Pfeiffer, Elfriede Riemenschneider, Helga Taubert sowie Broni Trebing seien in der Gestaltung völlig frei - und so entstehen dann Germeröder Mohfelder in Öl oder eine Aquarellzeichnung vom nebelverhangenen Leuchtberg.

Einige der ausgestellten Werke können erworben werden; die Preise reichen von 80 bis 1200 Euro. „Die Ausstellung kann nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr besichtigt werden“, sagt Bernhardt. Aber auch spontane Besuche seien immer möglich - „um die Kulturscheune mit Leben zu füllen.“

Von Emily Spanel

Ausstellung heimischer Künstler in der Kulturscheune Netra

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