Neues Konzept könnte Graburgschule retten

Eine Klasse für alle vier Jahrgänge

Weißenborn. Es gibt genau eine Möglichkeit, die Grundschule in Weißenborn zu erhalten: Die Klassen eins bis vier müssten ab dem kommenden Schuljahr gemeinsam unterrichtet werden. Das hat eine Podiumsdiskussion mit dem Kreis und dem Staatlichen Schulamt ergeben. Die Entscheidung liegt bei der Schulkonferenz.

Wie zuletzt schon 2004 kämpft die Graburgschule mit zu geringen Schülerzahlen. 43 sind es derzeit. Davon verlassen 13 Jungs und Mädchen die Schule im Sommer in Richtung weiterführender Schulen. Neu eingeschult werden aber nur drei. Bisher werden die Klassenstufen eins und zwei sowie drei und vier jeweils zusammen unterrichtet. „Dieses Konzept wird in den kommenden Jahren nicht mehr aufgehen“, sagte Anita Hofmann, Leiterin des Staatlichen Schulamts in Bebra. Eine Genehmigung für diese Unterrichtsform werde es nicht mehr geben. Für eine Lerngruppe bräuchte es mindestens 13 Schüler. Zwei Klassen gibt es erst ab 26 Schülern.

In Weißenborn scheitert es spätestens 2014/15 an einem Schüler. Einen Handlungsspielraum sehe das Gesetz aber nicht vor, so Hofmann. Zumal es in den darauffolgenden Jahren eher schlimmer denn besser werde. Eine umfassende Elternbefragung soll nun zeigen, ob sich eine Mehrheit für das rettende Konzept findet.

Von Stefanie Müller

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