Vivienne Fey aus Röhrda gewinnt bundesweiten Wettbewerb und reist nach Japan

Hat mit ihrer Leistung alle überzeugt: Vivienne Fey. Die Schülerin besucht derzeit das Oberstufengymnasium in Eschwege. In den Osterferien reist sie nach Japan – und ist dort besonders neugierig auf Land, Leute und die japanische Sprache. Foto: Spanel

Röhrda. Für Vivienne Fey ist eine Reise nach Japan nur einen Aufsatz weit entfernt. Die 16-jährige Schülerin aus dem Ringgauer Ortsteil Röhrda hat mit ihrem Beitrag zum bundesweiten Wettbewerb „Japan im Klassenzimmer“ eine hochkarätige Jury überzeugt und wird nun eine Reise nach Fernost antreten – auf Einladung des japanischen Generalkonsulats und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Frankfurt am Main.

„Ich bin überglücklich, eine solch tolle Möglichkeit zu bekommen“, sagt Vivienne Fey, die zurzeit mitten in den Reisevorbereitungen steckt. Schon in den Osterferien wird sie den Pazifik-Staat eine Woche lang bereisen – inklusive Städtetouren nach Yokohama, Osaka und Kyoto. Japans berühmte buddhistische Tempelanlagen und Klöster wird die Schülerin ebenso erkunden wie die deutsche Botschaft in Tokio – „hier steht allein aus Höflichkeit ein Besuch an“, sagt die 16-Jährige.

Ganz fassen kann sie ihren Gewinn immer noch nicht: „Abgeschickt habe ich meinen Aufsatz bereits im Mai des vergangenen Jahres“, sagt die Schülerin, die zu dieser Zeit noch das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Eschwege besuchte. „Doch ab Mitte Februar ging plötzlich alles ganz schnell: Per Brief wurde ich informiert, dass ich zu den besten 15 unter 70 Teilnehmern gehöre.“ Mit einer Lehrerin reist sie zur Preisverleihung nach Frankfurt – und ist „völlig überrascht“, als ihr Name bei der Vergabe des ersten Platzes fällt.

Dabei hat die 16-Jährige die Aufgabenstellung „Was mich an Japan interessiert“ nicht auf die leichte Schulter genommen. „Besonders herausgegriffen habe ich den Aspekt der Sprache“, sagt die Schülerin. Die Möglichkeiten, Japanisch zu erlernen, seien in Eschwege und Umgebung begrenzt. „Dennoch kann ich mir vorstellen, das komplexe System später einmal zu unterrichten – oder nach Japan zu gehen und dort Deutschunterricht zu geben.“

Wohl dieser Wille und die Präzision der Schülerin – Voraussetzung des Wettbewerbs war es, die jeweiligen Rechercheergebnisse auf nur einer einzigen Seite zusammenzufassen – haben die Vertreter des Generalkonsulats überzeugt, die Röhrdaerin nach Japan einzuladen. Zur Seite gestellt wird ihr dabei eine erfahrene Reiseleiterin.

Zurück in Deutschland wartet am 20. April eine weitere, spannende Aufgabe auf Vivienne Fey: In Frankfurt wird sie einen Vortrag über ihre Reiseerlebnisse halten.

Kommentare