Magdalena und Günter Faber aus Weißenborn feiern goldene Hochzeit

Feiern heute ihre goldene Hochzeit: Magdalena und Günter Faber aus Weißenborn. Sogar der Gottesdienst, der von Pfarrer Rüdiger Pütz gestaltet wird, findet im Saal ihres Gasthauses an der Großburschlaer Straße statt. Foto: Spanel

Weißenborn. Das Gasthaus Faber ist der Dreh- und Angelpunkt des öffentlichen Lebens in Weißenborn. Es gibt kaum ein Fest in der Gemeinde, das nicht in der Gaststätte, die über die Grenzen Weißenborns hinaus bekannt ist für ihre hervorragende Küche, ausgerichtet wird. Ehrensache also für die Betreiber Magdalena und Günter Faber, die Feierlichkeiten zu ihrer eigenen goldenen Hochzeit am heutigen Samstag im großen Saal ihres Lokals auszurichten.

Die Gastronomie sei schließlich ihre gemeinsame Lebensleistung, sagt das Paar, das auf den Tag genau 50 Jahre verheiratet ist. Dabei war ihr beruflicher Werdegang so nicht vorherzusehen, als sich beide im Jahr 1960 kennenlernten – „durch gemeinsame Bekannte in Abterode, dem Heimatort meiner Frau“, wie Günter Faber sich lächelnd erinnert. „Sympathie auf den ersten Blick“ sei es damals gewesen. Der heute 78-Jährige ist gelernter Maurer, Magdalena Faber arbeitete zunächst als Zahnarzthelferin.

Einmaliges Konzept

Sechs Jahre nach der ersten Begegnung folgt die Hochzeit im Familienkreis in Abterode, und noch im gleichen Jahr zieht das junge Paar nach Weißenborn – in den Ort, der zu ihrer Heimat werden soll. 1973 – Sohn Torsten ist gerade ein Jahr alt – bauen die Fabers hier ihr Eigenheim.

Rund zehn Jahre später tritt Günter Faber das Erbe seines Onkels an und übernimmt mit seiner Frau die Gaststätte. „Zu Beginn hatten wir viele Gäste aus den Niederlanden und aus Berlin und boten noch eine Vollpension an“, erinnert sich Magdalena Faber, die unermüdlich für den Betrieb im Einsatz ist. Geöffnet wurde bereits um 11 Uhr; geschlossen erst spätabends.

„Es war Sympathie auf den ersten Blick.“

Eine einschneidende Veränderung erlebte das Geschäftsmodell der Fabers im Jahr 1994. Gemeinsam mit der Gemeinde Weißenborn und mit finanzieller Unterstützung der Dorferneuerung wird das Gebäude grundlegend renoviert. Hessenweit ist dieses Konzept bis heute einmalig, erklärt Bürgermeister Thomas Mäurer: „Die Kommune hat einen Nutzungsvertrag mit den Fabers geschlossen, um alle Möglichkeiten eines Dorfgemeinschaftshauses auszuschöpfen. Das Eigentum aber ist zu 100 Prozent bei den Fabers geblieben.“

Bis heute werden großer und kleiner Saal sowie die Kegelbahn gut von Gästen aus nah und fern angenommen. „Lediglich der Schießstand steht derzeit leer“, sagt Günter Faber. Wertvolle Unterstützung im laufenden Betrieb erhalten die Fabers von Tochter Bianca.

Heute aber stehen Magdalena und Günter Faber, die sich auch als Mitglieder zahlreicher Vereine aktiv in die Ortsgemeinschaft einbringen, selbst im Mittelpunkt. Unter anderem erwarten sie ihre drei Enkelinnen zur Feier ihrer goldenen Hochzeit – „unser ganzer Stolz“, wie die 72-jährige Magdalena Faber sagt.

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