Gebäude mit Geschichte

Historisches Projekt wird von Stiftung mit 5500 Euro gefördert

An der neuen Dörnermann-Skulptur: (von links) Sabine Schmidt, Yvonne Rimbach, Monika Heinisch, Armin Langlotz, und Jürgen Dilchert sowie (sitzend, von links) Thomas Mäurer, Frank Nickel und Stefan Reuß. Foto: Spanel

Weißenborn. Hinter den Fassaden der romantischen Fachwerkhöfe, der gut erhaltenen Gebäude verschiedener Epochen sowie der markanten Plätze Weißenborns verbergen sich alle Arten von Geschichten.

Einmal ganz genau hingehört haben die Weißenbörner Jürgen Dilchert, Monika Heinisch, Marko Heckeroth und Sabine Schmidt im vergangenen Jahr: Gemeinsam mit Mediendesignerin Yvonne Rimbach hat die Projektgruppe die Lokalhistorie der Gemeinde anhand der Gebäude aufgearbeitet.

Herausgekommen ist ein historischer Dorfrundgang (wir berichteten) – ergänzt durch Skulpturen mit der stilisierten Symbolfigur Dörnermann. Für deren Entwurf, Umsetzung und Errichtung in der Dorfmitte sowie an den Ortseingängen zeichnet in der Hauptsache Armin Langlotz verantwortlich.

„Mit dem Betrag würdigen wir die Leistung und das Engagement dieses Teams.“

„Ohne die entsprechende finanzielle Unterstützung wären weder die Schautafeln noch die Dörnermann-Skulpturen möglich gewesen“, sagt Jürgen Dilchert, der mit seinen Mitstreitern insgesamt 34 Häuser und zehn Straßenzüge unter die Lupe genommen hat. Selbige erhielten die Weißenbörner durch die Sparkassen-Stiftung „Gutes bewahren - Zukunft gestalten“. Insgesamt 5500 Euro übergaben Landrat Stefan Reuß und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Werra-Meißner, Frank Nickel, nun an die Projektgruppe.

„Mit dem Betrag würdigen wir die Leistung und das Engagement dieses Teams“, sagte Nickel. Von Anfang an sei das Stiftungskuratorium von der außergewöhnlichen Idee überzeugt gewesen und habe die Menschen in Weißenborn gern unterstützt. „Mit der Summe möchten wir auch etwas wieder zurückgeben.“

Die Förderung der Heimatpflege und des Heimatgedankens liege den Mitgliedern des Stuftungskuratoriums sehr am Herzen. Auch Bürgermeister Thomas Mäurer lobte im Beisein der Mitglieder des Festausschusses der 650-Jahrfeier Weißenborns sowie einiger Vertreter der Männerwerkstatt die Initiative, welche die Gruppe ergriffen habe.

Der historische Rundgang durch den Ort

Seit der 650-Jahrfeier Weißenborns im vergangenen Sommer ist der historische Dorfrundgang der Öffentlichkeit zugänglich. In mühevoller Recherchearbeit haben die Mitglieder der Projektgruppe im Vorfeld verschiedene Gebäude der Gemeinde untersucht – unter anderem das Bürgermeisteramt, das Anwesen „Tante Dorthchen“ sowie die ehemalige Ziegelei – und im Anschluss grafisch gestaltete Schautafeln an der Fassade angebracht. Auf dem Schild sind sowohl ein historisches als auch ein aktuelles Foto des Gebäudes zu sehen. Die wichtigsten Informationen sind übersichtlich und in Stichpunktform dazugestellt. „Unsere wertvollste Quelle war ein alter Katasterplan“, sagt Monika Heinisch, die maßgeblich an dem Projekt beteiligt war. Daran könne genau ersehen werden, wie Weißenborn erbaut worden sei. „Die Hausnummern wurden nämlich nicht etwa entlang der Straßen vergeben, sondern nach der Baufolge“, weiß Heinisch. Die ersten Gebäude habe es demnach an der Straße Im Bach, der heutigen Bachstraße, gegeben.

Von Emily Spanel 

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