Benefizkonzert mit einer zauberhaften A-cappella Frauengruppe aus Frankfurt

Geburtstag mit viel Musik

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Sie sangen nicht nur reizend - sie sahen auch reizend aus: das A-cappella Frauensensemble „Allegria“ aus Frankfurt bei seinem gefeierten Auftritt in Datterode.

Datterode. Angekündigt war ein musikalischer Gottesdienst mit Benefizcharakter für die Renovierung der Kirche, wo in letzter Zeit an der Erhaltung der bedeutenden alten Fresken gearbeitet wird. Aber es war mehr als ein musikalischer Gottesdienst - aus besonderem Anlass wurde es zu so etwas wie einem Gemeindefest.

Pfarrerin Kathrin Schröter, die den liturgischen Teil des Abends sehr schön mit Lesungen, Gebeten und einer längeren Meditation gestaltet hatte, hatte gerade Geburtstag, der von der Gemeinde mit viel Anteilnahme gefeiert wurde: mit gemeinsamem Singen vom Geburtstagsständchen und mit einem Extraauftritt des Kirchenchores. Und danach ging das Fest mit Essen und Trinken weiter

Aber auch ohne dieses fröhliches Feiern von der Gemeinde, die die evangelische Kirche an diesem Samstagnachmittag füllte, war dieser musikalische Gottesdienst durch und durch gelungen: durch den Auftritt des Frankfurter A-cappella Ensembles „Allegria“: fünf junge Frauen, die mit ihren Stimmen und auch mit ihrer „Inszenierung“ die Hörgemeinde zunehmend begeisterten - mit am Schluss lauten Ovationen.

Dabei hatte der musikalische Teil zwar sehr schön begonnen, wurde aber etwas verhalten vom Publikum aufgenommen, mit liturgischen lateinischen Gesängen und mit religiösen Liedern unter anderem von Mendelssohn. Und auch im zweiten Teil ging es ruhig weiter, diesmal mit alten italienischen Madrigalen. Aber dann wechselten die Sängerinnen die Richtung - und der Applaus wurde beim Publikum immer lauter: zuerst mit vier Gospels, darunter dem populären „Amazing Grace“, die „Allegria“ kraftvoll und sehr schön sang und gestaltete.

Und dann kam der dritte Musikteil. Die fünf Frauen, die bis dahin mit langen roten Röcken aufgetreten waren, hatten sich umgezogen und trugen nun dunkle Kleidung. Und ihr Auftritt wurde immer ausgelassener. Nun war es nicht nur ihre stimmliche Leistung, die zählte - auch die Präsentation der Lieder trug wesentlich zur Freude des Publikums bei.

Losgegangen war es mit einer eigenen Version von „Hab mein Wage vollgeladen“ und erreichte schon bei nächsten Lied, dem ohrwurmigen „Mah-Nah-Mah-Nah“ einen vorläufigen Höhepunkt. Später kamen ruhigere Nummern, wie „Summertime“, und „Yesterday“, um mit „Bei mir bist du scheen“ und dem comedyartig präsentierten „Fata Morgana“ mit einem wirkungsvollen, reizend präsentierten Feuerwerk zu enden.

Natürlich wollte das frenetisch applaudierende Publikum mehr hören, und so beendeten die Frankfurterinnen ihr erfolgreiches Auftreten mit Zugaben. Und anschließend wurde Geburtstag gefeiert - mit Sekt, leckeren Schnittchen und Kuchen.

Von Francisco Pujiula

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