Schmuckstück Lichthof

Grundschule Röhrda wird für knapp eine Million Euro umgebaut

So soll es einmal aussehen: Die Vorplanung für den knapp eine Million teuren Umbau der Grundschule in Röhrda steht – nur einige wenige Details müssen noch mit den Verantwortlichen des Werra-Meißner-Kreises abgestimmt werden. In rund zwei Wochen soll der Bauantrag eingereicht werden; danach folgt die Phase der öffentlichen Ausschreibung. Wohl im Spätsommer kann mit den Umbauarbeiten begonnen werden. „Wir wollen nichts übers Knie brechen“, sagt Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann. Wichtig sei eine solide Planungsphase. Skizze: Architekturbüro Schubert

Röhrda. Das bundesweit einmalige Modellprojekt in der Gemeinde Ringgau nimmt Fahrt auf.

Künftig werden die über Dreijährigen des Kindergartenstandorts „Kleine Hände“ in Netra in der Mittelpunktgrundschule Röhrda unterkommen. Architekt Hans-Peter Schubert aus Witzenhausen stellte nun die entsprechenden Umbaupläne für das Gebäude vor.

In das Erdgeschoss des Schulgebäudes sollen künftig die Kindergartenkinder einziehen. Der Großteil der Umbauarbeiten, die mit Kosten von rund 997 500 Euro veranschlagt wurden, wird sich auf dieser Etage konzentrieren. Wir stellen die wichtigsten Neuerungen vor.

Der Zugang

 Grund- schüler und Kindergartenkinder betreten das Gebäude durch getrennte Eingänge. Während die Älteren weiterhin den Haupteingang nutzen, bekommen die Jüngeren ihren eigenen, barrierefreien Eingangsbereich an der Straße Lehmkaute. Dort könnte, so die Planung, zugleich eine Außenanlage mit einer kindgerechten Spielanlage entstehen.

Die Gruppenräume

Durch das Herausnehmen von Querwänden entstehen insgesamt vier Gruppenräume á 50 Quadratmetern Fläche. Jedem Raum ist sowohl ein eigenes Kinder-WC als auch ein Abstellraum zugeordnet. „Sämtliche Räume, in denen bis zu 25 Kinder Platz finden, liegen an einer Außenfassade“, sagt Hans-Peter Schubert - ideal für die ständige Versorgung mit Frischluft.

Der Schlafraum

Zur Ruhe kommen können die Kindergartenkinder in einem eigenen Schlafsaal. Dessen Lage ist so gewählt, dass keine störenden Geräusche - etwa vom Schulhof - die Mittagsruhe der Jüngsten stört. Ein Geräuschpuffer dämpft den Schall zum Flur hin.

Der Mehrzweckraum

Auch einen zusätzlichen Raum, der für verschiedene Belange genutzt werden kann, sieht die Planung des Witzenhäuser Architekten vor. Durch eine Tür ist der Mehrzweckraum mit dem vierten Gruppenraum verbunden.

Die Cafeteria

Mittels eines Glasdaches soll ein lichtdurchfluteter Hof geschaffen werden. Die rund 80 Sitz- und Essplätze der neuen Cafeteria werden so durch natürliches Licht erhellt. Zur Cafeteria gehört ein Küchenraum mit zahlreichen Kühl- und Abstellmöglichkeiten. Die ebenerdige Cafeteria soll auch von den Grundschülern genutzt werden - allerdings getrennt von den über Dreijährigen und zu unterschiedlichen Zeiten.

Der Brandschutz

Sämtliche Brandschutzauflagen werden penibel eingehalten. Beispielswiese ist der winkelförmige Flur durch eine Rauchschutztür unterteilt.

Von Emily Spanel

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