Handwerk im Kreis hat wieder goldenen Boden

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Werra-Meissner. Der Zinssatz für Erspartes ist niedrig wie schon lange nicht mehr. Ein guter Grund für Eigenheimbesitzer zu überlegen, den Spargroschen lieber in Handwerkerarbeiten zu investieren. Zu Engpässen und langen Wartezeiten bei den Handwerksbetrieben im Kreis kommt es dadurch jedoch nicht generell.

„Momentan ist die konjunkturelle Entwicklung im Handwerk sehr zufriedenstellend“, sagt Stephan Schenker, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft in Eschwege. Insgesamt sei die konjunkturelle Lage in Deutschland gut. Das sei auch an den Arbeitslosenzahlen sichtbar. Die niedrigen Bankzinsen und die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt erhöhten die Bereitschaft, Geld zum Beispiel in die eigenen vier Wände zu investieren. Allerdings müsse der Kunde nicht pauschal Wartezeiten im Handwerk in Kauf nehmen, das sei von Betrieb zu Betrieb verschieden, so Schenker.

Das bestätigen auch Unternehmen. Während man beim Malerbetrieb Volland in Hessisch Lichtenau zufrieden mit der Auftragslage ist, die Kunden jedoch trotzdem nicht lange warten müssen, dürfte es bei der Holzbau-Firma Marbach in Großalmerode gerne etwas mehr sein. Bei Holzapfel Holzbau in Eschwege haben die Mitarbeiter dagegen gut zu tun.

Generell gebe es in den Betrieben momentan einen Mangel sowohl an Fachkräften als auch an Auszubildenden, sagt Schenker. Engpässe gebe es zum Beispiel bei Bäckern und Fleischern. „Kfz-Mechatroniker ist der Wunschtraum aller Jungs“, so Schenker, in anderen Branchen sei der Ausbildungswunsch schwächer ausgeprägt. Dabei gebe es auch im Handwerk gute Weiterbildungsmöglichkeiten wie das duale Studium. (nde)

Info: Die Beruflichen Schulen im Kreis stellen Schülern auf Ausbildungsmessen viele Berufe vor. Termine: Witzenhausen, Freitag, 20. Mai., 9 bis 14 Uhr. Eschwege, Samstag, 17. September, 9 bis 14 Uhr. Zum Tage, Seite 2

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