Kosten auf viele verteilen

Fragen & Antworten zu wiederkehrenden Straßenbeiträgen

Nicht alle Kosten werden umgelegt: Die wiederkehrenden Straßenbeiträge werden nur für grundhafte Erneuerungen herangezogen. Instandhaltungs- und Unterhaltungsmaßnahmen fallen nicht darunter. Foto: Archiv

Weißenborn. Wie kann die künftige Straßenbeitragssatzung für die Gemeinde Weißenborn aussehen? Mit einer möglichen Variante haben sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus in Weißenborn beschäftigt. Die Erhebung „wiederkehrender Straßenbeiträge“ steht zur Diskussion – ein Thema, zu dem bislang wenig Erfahrungswerte im Kreis vorliegen.

? Was ist das Grundprinzip dieser Beiträge?

! Entschließt sich Weißenborn dazu, wiederkehrende Straßenbeiträge zu erlassen, müssten zunächst Abrechnungsgebiete festgelegt werden – „die beiden Ortsteile Weißenborn und Rambach bieten sich hier an“, sagte Bürgermeister Thomas Mäurer. Alle beitragspflichtigen Straßenbauprojekte im Abrechnungsgebiet würden dann auf alle Eigentümer in diesem Gebiet umgelegt. „Somit werden die Kosten auf viele Schultern verteilt“, sagt Mäurer.

? Wie beteiligt sich die Gemeinde an den Kosten?

! Die Gemeinde Weißenborn würde gemäß eines ersten Satzungsentwurfs in beiden Abrechnungsgebieten 75 Prozent der anfallenden Kosten tragen.

? Wer muss die wiederkehrenden Straßenbeiträge zahlen – und wieviel?

! Grundsätzlich wäre jeder Eigentümer eines Grundstücks in Weißenborn und Rambach, das vom öffentlichen Straßennetz zugänglich ist, beitragspflichtig. Die Berechnung der einzelnen Beiträge aber gestaltet sich kompliziert: Zunächst werden alle beitragsfähigen Kosten, die bei den geplanten Straßenbauprojekten eines Abrechnungsgebietes innerhalb eines Jahres entstehen, ermittelt und addiert. Anschließend wird der gemeindliche Anteil abgezogen. Das Ergebnis wird durch die Gesamt-Veranlagungsfläche des Abrechnungsgebietes geteilt, sodass ein Beitrag pro Quadratmeter Veranlagungsfläche entsteht. Dieser, multipliziert mit der jeweiligen Veranlagungsfläche des betreffenden Grundstücks, ergibt den jeweils zu zahlenden Beitrag.

Von Emily Spanel

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der Werra-Rundschau.

Mehr zum Thema

Kommentare