Neue Wege für das Wasser

Leimesteich verliert Status des Schutzgebietes – Weißenborn spart bis zu 30 000 Euro

Weißenborn. Das Gebiet rund um den Leimesteich wird schon bald den Status des Wasserschutzgebietes verlieren: Das haben die Gemeindevertreter Weißenborns während ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Für die Anwohner und die Kommune, so Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer, bringe die Entwidmung finanzielle Entlastungen mit sich.

Bislang erstreckt sich das Wasserschutzgebiet über die Hälfte des Ortes. „Bürger und Kommune waren verpflichtet, innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Kontrollen über sich ergehen zu lassen, die mit erheblichen Zusatzkosten verbunden sind“, erklärt Mäurer. So hätten beispielsweise die Heizöltanks in steter Regelmäßigkeit überprüft werden müssen.

„Für die Kommune Weißenborn entfallen künftig unter anderem die Stromkosten der Pumpe und die Spülung des Brunnens“, sagt der Bürgermeister. Er gehe nun von einer Einsparung von bis zu 30 000 Euro pro Jahr aus. „Der Brunnen wird aber weiterhin als Notfallbrunnen genutzt“, sagt Mäurer. Gleichzeitig werde die Menge des hinzuzukaufenden Wassers von den Stadtwerken Eschwege erhöht. „Je nach Abnahmemenge reduziert sich der Preis“, so der Bürgermeister.

Graburgquelle

Das Regierungspräsidium Kassel hat der Gemeinde Weißenborn die Erlaubnis erteilt, Wasser aus der Graburgquelle zu entnehmen. „Die nötige Abnahmemenge von Wasser der Stadtwerke Eschwege variiert zusätzlich je nach Wetterlage und der daraus resultierenden Schüttung der Graburgquelle“, erklärt Mäurer.

Kläranlage

Die Kläranlage der Gemeinde Weißenborn läuft nach wie vor reibungslos. Im Juni musste die Anlage zeitweise außer Betrieb genommen werden, weil der Klärschlamm plötzlich umgekippt war. „Ein Strafverfahren wurde nun wegen gegensätzlicher Bewertungen eines Gutachters eingestellt,“ sagt Bürgermeister Thomas Mäurer. Definitiv ausgeschlossen werden könne aber ein Verschulden der ortsansässigen Landwirte.

Gemeinschaftskasse

Mit knapper Mehrheit haben die Gemeindevertreter Weißenborns der Bildung einer Gemeinschaftskasse mit den Kommunen Ringgau, Waldkappel und Wehretal zugestimmt. „Die interkommunale Zusammenarbeit soll eine Kooperation sein, keine Fusion“, sagt Bürgermeister Thomas Mäurer. Mit der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung würde die Schlagkraft jeder einzelnen Kommune erhöht – in einer Zeit, in der die Verwaltungsabläufe immer umfangreicher würden.

Von Emily Spanel 

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