Betreiber wollen einstweilige Verfügung erwirken

Minigolfanlage in Datterode: Streit geht vor Gericht

Datterode. Die Auseinandersetzung um die Schließung des Minigolfplatzes am Datteröder Hasselbach zwischen Betreiber Peter Lindenau und der Gemeinde Ringgau ist in eine neue Runde gegangen: Am Mittwochmittag trafen sich beide Parteien vor dem Eschweger Amtsgericht wieder.

Bei dem Termin erwirkt werden sollte eine einstweilige Verfügung gegen eine Räumungsanordnung der Gemeinde. Denn diese sei so nicht rechtens, sagt Jan Christian Burschel von der Kanzlei Dreber und Faber in Eschwege, der Peter Lindenau vertritt. „Ein Urteil ist aber noch nicht gefallen“, sagt der Rechtsanwalt. Er rechne nun stündlich mit einer Entscheidung.

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Die 13-tägige Frist, welche die Gemeinde Ringgau der Familie Lindenau eingeräumt hatte, um die Anlage zu räumen, war bereits am vergangenen Montag abgelaufen (wir berichteten). Ihr Hab und Gut gepackt haben die Betreiber sowie die Mitglieder des Minigolfvereins Datterode aber noch nicht. „Wir machen weiter wie zuvor“, sagt Peter Lindenau.

Für den Publikumsverkehr ist die Anlage bereits seit mehr als einer Woche mit Flatterband abgesperrt; die Vorbereitungen für die Minigolf-Saison, die am Sonntag, 1. Mai, beginnen sollte, liegen auf Eis. Die Vorwürfe der Gemeinde wiegen schwer: Die Datteröder Anlage sei in einem so schlechten Zustand, dass eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Außerdem wirke sie ungepflegt; überall türmten sich Sperrmüllhaufen.

Von Emily Spanel

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