„Näher zusammengerückt“

Festausschuss zieht  Bilanz der 650-Jahr-Feier

Besuchermagnet: Der historische Dorfmarkt zum Abschluss der 650-Jahr-Feier in Weißenborn. Im Vordergrund stand die Tradition – so trat Vrauke Krause (rechts) als Rambacher Mattenklickerin auf. Fotos: Kaiser

Weißenborn. Der ganze Ort hatte sich herausgeputzt, eine Woche lang rauschende Feste gefeiert, sich auf die Tradition besonnen und mit einer beispiellosen Gemeinschaftsleistung die beste Werbung für sich selbst gemacht: Weißenborn hat zwar das hohe Alter von 650 Jahren erreicht, sich aber so modern und agil präsentiert wie nie zuvor.

„Wir sind nach der Festwoche geschafft, aber glücklich und stolz auf das Erreichte“, sagt Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer gut eine Woche nach dem Ende der Festlichkeiten. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Festausschusses lässt er die vergangenen Tage Revue passieren, ordnet und zieht Bilanz.

„Wir sind nach der Festwoche geschafft, aber glücklich und stolz auf das Erreichte.“

Nach Mäurers ersten Hochrechnungen haben die zahlreichen Aktionen, Konzerte und Veranstaltungen mindestens 7000 Menschen in den 1068-Einwohner-Ort gelockt – mehr, als je zu erwarten war. Allein zum historischen Dorfmarkt seien 3000 Besucher von nah und fern angereist.

Mehr als 200 Freiwillige

„Das ist gewaltig und nur durch die Mithilfe der Weißenbörner und der vielen freiwilligen Helfer möglich geworden“, sagt der Bürgermeister. Mehr als 200 hätten etwa bei der Vor- und Nachbereitung geholfen, das Festzelt auf- und abgebaut, über 60 Torten und Kuchen für die lange Kaffeetafel am Samstag gebacken oder Felder und Flächen für den Landwirtschaftstag zur Verfügung gestellt. „Dafür gebührt jedem Einzelnen der Dank der Gemeinde“, so Mäurer. Auch die Mitglieder des Festausschusses finden lobende Worte: „Das ganze Dorf ist näher zusammengerückt“, sagt Jürgen Dilchert.

Auch die jüngsten Besucher hatten viel Spaß: Zahlreiche ehemalige Weißenbörner brachten ihre Familien mit in die alte Heimat.

Besonders eingebracht habe sich der Wil- decker Herzbube Wolfgang Schwalm: „Er hat das Festzelt nicht nur bei seinen Soloauftritten zum Beben gebracht, sondern immer wieder auch Spontan-Konzerte gegeben“, sagt Gerd Mäder.

Überhaupt, die Konzerte: Zu dem einmaligen Auftritt der 80er-Jahre-Kultband Curocas am Samstagabend kamen ganze Fanclubs in Bussen nach Weißenborn – „im Zelt, das 900 Mann fasst, war kein Platz mehr zu bekommen“, sagt Mäurer. Besonders gefreut habe er sich darüber, dass viele ehemalige Weißenbörner den Weg zurück in die alte Heimat gefunden hätten. Auch eine Abordnung der Partnergemeinde Hesseneck sei gekommen. „Spielmannszüge aus den Nachbargemeinden sind zur musikalischen Unterhaltung angereist, die Freiwillige Feuerwehr hat ihre Kompetenz bei einem Schautag unter Beweis gestellt – viel besser hätte die Woche nicht laufen können“, so Mäurer.

Von Emily Spanel

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