100 Dinge, die wir an der Region lieben

Minigolfanlage in Datterode ist Familiensache

Er ist das jüngste Mitglied des Minigolfvereins Datterode: der einjährige Tim Lindenau. Die Leidenschaft für den Sport wurde ihm in die Wiege gelegt. Foto: Spanel

Datterode. Lieblingsorte, Lieblingserlebnisse und Lieblingsspeisen - die Werra- Rundschau nimmt Sie in der Serie „100 Dinge, die wir an der Region mögen“ mit auf eine Heimat-Entdeckungstour für alle Sinne.

Wenn Peter Lindenau über Minigolf spricht, klingt er nicht wie ein Hobbysportler. Der Datteröder, der die Anlage am Hasselbach im Jahr 2013 gemeinsam mit seiner Frau Wilma übernommen hat, lebt vielmehr für seinen Sport – genau wie die gesamte Familie. Wohl tausende Bälle haben sie gemeinsam auf den insgesamt 18 Stationen gespielt, bei jeder Witterung, auf harten wie auf weichen Belägen, das Ganze mit ununterbrochener Begeisterung.

„Etwa 1500 Stunden pro Jahr investiere ich allein in die Instandhaltung des Platzes“, erklärt Lindenau und zeigt auf die sorgsam gepflegte Anlage mit dem akkurat getrimmten Rasen zwischen den einzelnen Spielstationen. Vor Beginn der neuen Saison hat er einen Freisitz vor der Grillhütte angelegt, um den 39 Jahre alten Datteröder Platz attraktiver für Geburtstage oder größere Feierlichkeiten zu gestalten. Auch der alte, verwitterte Jägerzaun um die Anlage musste weichen – stattdessen wird sie nun von einem selbstgezimmerten Holzzaun umgrenzt. Sogar die in die Jahre gekommene Wassertretanlage auf den Gelände ist Dank des Einsatzes Lindenaus „wieder flott“.

Anlage von Verein verwaltet 

Finanziert werden die Arbeiten von den Einnahmen durch die Spieler – und dem Minigolfverein. 2009 wurde dieser von Günter Eyrich gegründet, um den Platz vor der Schließung zu retten. Seitdem wird die Anlage in seinem Sinne von der Familie weitergeführt.

Zu Jahresbeginn hat Wilma Lindenau den Vorsitz übernommen, ihr Stellvertreter ist Sven Lindenau. Insgesamt 20 Mitglieder sind in dem Verein organisiert und treffen sich an jedem Sonntagnachmittag zum Üben. „In den Sommermonaten beginnt das Training wegen der Hitze erst um 17 Uhr“, sagt Wilma Lindenau. Dann wird versucht, den von Günter Eyrich aufgestellten Bahnrekord zu knacken – der liegt im Moment bei 35 Punkten. „Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen“, sagt die Vorsitzende. Eine vorherige Anmeldung sei nicht nötig.

Bis zur 40-Jahrfeier im kommenden Jahr haben die Lindenaus noch viele Pläne: eine kleine Anlage mit Gartenzwergen etwa – und Blumenkästen mit Geranien am Außenzaun. „Wir wollen den Leuten schließlich etwas bieten – und die wunderschöne Anlage erhalten.“

• Öffnungszeiten: montags bis freitags, 13 bis 18 Uhr, an Samstagen und Sonntagen von 13 bis 19 Uhr. Erwachsene zahlen 2,50 Euro, Jugendliche 1,50 Euro und Kinder bis zwölf Jahre einen Euro. Für Vereine und Schulen gibt es gesonderte Konditionen.

Von Emily Spanel

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